Anne-Marie Flammersfeld

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Montag, 2. März 2015

Vortrag im Engadin 4. März 2015

Für alle Engadiner:
Am Mittwoch, 4. März 2015 gibt es einen Vortrag über meine Wettkämpfe, Trainings und Vorbereitungen vom letzten Jahr: Nordpolamarathon, Zugspitz Ultra, Bottom Up Iran, Transylvania Trail Traverse und Volcano Marathon!
20:00 Uhr in Celerina. Eintritt frei (Kollekte)

Irland: Land der grünen Wiesen

... und des Regens und des Sturms. In ein paar Tagen geht`s los zu meiner ersten Multi-Sports-Challenge mit Laufen, Kayak, Biken, Laufen, Biken, Laufen. Ich bin ziemlich gespannt, was mich dort in Nordirland erwartet. Mein Training verlieg mit vielen Höhen und Tiefen, da mich eine latente Erkältung immer wieder zu Pausen aufgefordert hat. Aber ich konnte doch immerhin ein paar mal mit dem Straßenvelo raus auf die Straße gehen und ein paar Kilometer abspulen. Die ersten Kilometer waren ziemlich wackelig. Ich fahre ja sonst nur Mountainbike und bin an breite Reifen und einen breiten Lenker gewöhnt. Alles am Straßenvelo ist so schmal, dafür aber auch extrem leicht, was einen wiederum extrem schnell macht. Wenn da nicht der Malojawind wäre, der einem das Letzte abverlangt. Bei meinen ersten Versuchen auf der Rennmaschine habe ich mich nicht getraut, die Hände vom Lenker zu lösen und bin immer schön im gleichen Gang getreten. Wenn ich bremsen musste, bin ich schon 500 Meter vorher aus den Klickpedalen gesprungen, um das Renngefährt zur Not mit den Füßen zu stoppen. Nach ein paar Mal fahren ging dann alles viel besser, so dass ich mich auch traute, in der tiefen Abfahrtsposition rasant in der Kurve liegend bergab zu rauschen. Da ja hier noch tiefster Winter ist, schauten die Autofahrer nicht schlecht, als sie mich da auch dem Bike radeln sahen. Zum Glück waren alle sehr vorsichtig und überholten mich mit einem respektablen Abstand! Nacken, Schultern, Hände, Hintern und Füße schmerzen in regelmäßigen Abständen. Das wird interessant werden, wenn ich zuerst 96km unterwegs bin und dann nochmals 68km. Dazwischen vergnüge ich mich auf dem Kayak. Das habe ich auch geübt! Und zwar im Hallenbad in Pontresina. Der Bademeister Beat Ritter war so freundlich uns eine Zeit zu nennen, in der ich mit dam Kayak kommen könnte, ohne die anderen Badegäste mit dem Paddel zu nerven. An einem Sonntagabend ging ich dann mit Irene (eine sehr erfahrene Paddlerin) zum Badespass bei gefühlten 30 Grad im Hallenbad Kayakfahren üben. Es brauchte einige Zeit, bis ich den Rhythmus fand und mich nicht nur im Kreis drehte. Später schaffte ich es dann auch mit 8 Schlägen die 25 Meter - Bahn zu durchqueren und schnell eine Wende zu machen, um nicht gegen den Sprungturm zu fahren. Muskelkater hatte ich am nächsten Tag keinen, deswegen sehe ich der 15km langen Strecke auf dem Fjord in Irland positiv entgegen....
Das Laufen kann ich ja. Wir starten mit 22km, dann kommt nach dem Kayak und der Bikestrecke ein Berglauf und dann nach der 2. Bikestrecke nochmals 43km. Das wird alles sehr spannend werden. Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie ich das alles schaffen werde. Aber irgendwie werde ich es schon schaffen.
Das Wetter soll übrigens warm werden! In den letzten Wochen haben mich die Wetterberichte leicht abgeschreckt: starker Wind, 1-3 Grad, Regen, Graupel und Schnee. Jetzt sind für Samstag 10-14 Grad angekündigt und kein Regen. Was ist denn da los? Hat das Universum Mitleid?
Warten wir es ab. Irland Rock N Roll! www.therace.ie




Donnerstag, 5. Februar 2015

Training für THE RACE in Irland

Für meinen ersten Wettkampf in diesem Jahr muss ich einiges umstellen. Für THE RACE in Irland muss ich regelmässig auf`s Bike steigen und Kilometer abspulen. Für mich als reine Läuferin und Outdoorfan eine riesen Herausforderung. Zum Glück kann ich in S-Chanf im Parc Serlas indoor trainieren und muss nicht bei minus 20 Grad raus und mit dem Drahtesel die Runden ziehen oder die Pässe abfahren. THE RACE hat eine Gesamtdistanz von 250 Kilometern, die wie folgt aufgeteilt ist:
20km Laufen, 15km Kayak, 96km Bike, 5km Mountain Run mit 500V+, 68km Bike, 40km Laufen.
Das Laufen sollte ich schaffen, auch wenn es sich viel anhört. Aber da muss ich keine Technik mehr trainieren. Das Kayakfahren,... mh.. ich hatte im Sommersemester 2001 mal einen Kayakkurs auf dem Fühlingersee in Köln. Zählt das? Kann ich die gelernte Technik 14 Jahre (Hilfe!) später noch abrufen? Ich werde es versuchen und mich einfach ins kalte Wasser werfen müssen. Denn hier im Engadin sind nun wirklich alle Seen zugefroren. Ich könnte höchstens mal mit einem Kayak ins Hallenbad gehen und dort den Schwimmern die Laune verderben, um wenigstens mal ein bisschen wieder den Flow für das Paddeln zu bekommen. Ich werde mir das überlegen. Besorgte Freunde animieren mich ständig, dass ich doch absaufen würden, wenn ich die Eskimorolle nicht üben würde! Soweit denke ich gar nicht. Ich habe ehrlich gesagt keine große Lust, in das eiskalte Wasser eines irländischen Fjörds zu fallen. Immerhin schreibt der Veranstalter, dass wir mit der Flut paddeln werden. Das ist doch ein Licht am Ende des Tunnels. Handschuhe, die werde ich dieses Mal wirklich anziehen. Und zwar die Expeditionshandschuhe mit extra warmer Daunenfüllung. Vielleicht ziehe ich auch zwei Paar übereinander und dann am besten noch Müllsäcke als wasserfeste Schicht. Ob man so noch paddeln kann? Wie lustig sieht das wohl aus, wenn ich mich expeditionsbekleidet mit Kayak ins Hallenbad schleiche und dort dann die Eskimorolle übe. Also, zusammengefasst: das Kayakfahren wird schon irgendwie klappen.
Jetzt noch zur letzten Disziplin: Strassenrennrad oder Roadbike oder Strassenvelo! Ich habe noch nie auf einem solchen Gefährt gesessen! Ich bin noch nie in meinem Leben mit einem Strassenrennrad durch die Gegend geheizt und ich habe überhaupt keine Ahnung, wie man auf solchen dünnen Reifen die Balance halten kann. Vor 3 Wochen habe ich angefangen, im Parc Serlas auf dem indoor-Ergometer zu trainieren. Nach 20 Minuten habe ich den ersten Panikanfall bekommen. Da hatte ich gerade mal 10km abgespult. Zu diesem Zeitpunkt war es für mich nicht vorstellbar, 20km zu fahren und der Gedanke an 96km war soweit weg wie der Nordpol. Beim zweiten Training schaffte ich in einer Stunde 30km mit einer Wattleistung von 140 und 100 Umdrehungen pro Minute. All diese Parameter spuckt so ein Ergometer aus. Dieses überdimensionale Display ist einfach gnadenlos und es ist schwer, nicht die ganze Zeit darauf zu starren. Weitere Nachteile: ich bin indoor und habe weder Fahrtwind noch sonstige natürliche Gegebenheiten. Monoton sitze ich da auf diesem breiten Gesundheitssattel, der mit der Zeit doch anfängt zu schmerzen. Ich muss mich benehmen und darf keinen "Sportlerschnauz" machen, wenn die Nase läuft. Die Taschentücher sind natürlich in der Tasche im Umkleideraum. Somit trete ich mit schniefender Nase weiter in die Pedale. Schweiss: Ich schwitze unglaublich, als ob ich in einer Finnischen Sauna hocken würde. Woran liegt denn das? Ist das Angstschweiss? Es gibt aber auch einige Vorteile, wenn man indoor trainiert: die oberen Atemwege haben es immer schön warm und die Bronchien können sich entspannen. Zwischendurch kann ich auch einfach mal die Augen schließen und den Kopf auf das Display legen. Powernapping während die Beine einfach weitermachen. Zudem kann ich auf dem ipad im Internet surfen und mir tolle Videos anschauen oder einfach telefonieren. Und wenn der Akku leer ist, stecke ich einfach alles in die Steckdose, die in greifbarer Nähe ist. Und so spule ich die Kilometer ab und bin mittlerweile bei 45km pro Trainingseinheit angekommen.
Ich glaube, THE RACE ist eine tolle neue Herausforderung und lässt mich auch endlich mal alternativ trainieren und andere Muskelgruppen beanspruchen. Ich bin gespannt, wie es dann tatsächlich wird, da oben in Nordirland mit Regen, Schnee, Wind und Dunkelheit. Dann werde ich mich zurücksehnen auf mein indoor-Ergometer mit Steckdose in Reichweite.
www.therace.ie 

Mein Musiktipp: https://www.youtube.com/watch?v=VLDUiuFTjKU

Freitag, 23. Januar 2015

Update Races

Ich bin aus der Winterhöhle herausgekrochen und nehme wieder Licht und Energie zu mir!
In ein paar Wochen schon bin ich am Start von "THE RACE" in Nordirland. Am 7. März heißt es:
20km Running, 15km Kayak, 90km Roadbike, 5km Mountain Running, 70km Road Bike, 40km Trailrunning= 250 Kilometer nonstop. THE RACE ist der härteste Ultralaufwettkampf Irlands und ich mache mit.  Rennen kann ich ja ganz gut. Und einen Kayakkurs hatte ich 1999 mal in der Uni auf dem Fühlinger See. Aber das biken? Das wird eine echte Herausforderung. Deswegen trifft man mich im Moment 2x pro Woche im Parc Serlas in S-Chanf auf dem Spinningbike. Es ist manchmal nicht auszuhalten, wie langsam die Zeit auf so einem Fahrrad vergeht.
Mögliche weitere Wettkämpfe in diesem Jahr 
Im April: Tuscany Crossing in Italien mit 106km/ im Mai Ultra Trail WM in Frankreich/ Juli Bottom Up Afrika mit der Besteigung des Kilimanjaro und Speed-Versuch/ August vielleicht die Trans Alpine Run/ November Ultra Marocco.
Einige schöne Wettkämpfe und Projekte stehen an!

Am 04. März 2015 halte ich einen Vortrag im Engadin. "Mehr als nur ein Marathon": Rückblicke auf das Wettkampfjahr 2014. Start: 20:00 Uhr in Celerina im Gemeindesaal! Eintritt frei (Kollekte). 

Sonntag, 30. November 2014

Die Faszination der Mentalen Stärke nach zwei Jahren Ultralauf

Ich werde ja immer wieder zum Thema Mentale Stärke befragt. Häufig soll ich beschreiben, wie viel Prozent die Mentale Stärke ausmacht. Vor einem Jahr habe ich noch gesagt, dass es vielleicht 60 bis 70% sind, war mir aber auch nicht ganz sicher. Ich habe in den letzten Monaten viel darüber nachgedacht und würde nach meinem Studium der eigenen Erfahrungen behaupten, dass der Kopf der absolut entscheidende Motor ist. Mit meiner Willenskraft kann ich mich antreiben, motivieren, beeinflussen und auch bremsen. Meine Gedanken kreieren eine Idee und je nachdem wie stark ich meine Begeisterungsfähigkeit dafür aktivieren kann, entwickelt sich die Idee zum großartigen Projekt. Die Begeisterung treibt mich an. Die Begeisterung beflügelt mich. Die Begeisterung lässt mich handeln. Woher die Idee für etwas kommt, kann ich nicht genau sagen. Der Gedanke entspringt wie ein Funke und entweder entsteht ein gigantisches Feuerwerk oder der Gedanke verpufft so schnell wie er gekommen ist. Die mentale Begeisterung für etwas wirkt sich auch körperlich aus: mein Herzschlag wird schneller, ich bin aufgeregt, werde fast hyperaktiv und will diese Idee gleich umsetzen. Wer also mit dem Trailrunning oder dem Joggen beginnen möchte, muss dafür nur die richtige Begeisterung entwickeln. Dann läuft der erste Kilometer fast von alleine. Die Begeisterung für etwas treibt an. Und dann ist es egal, ob es bei einem Kilometer bleibt, oder man 100 Kilometer rennt. Solange der Kopf in Form ist und die mentale Steuerungszentrale positive Botenstoffe ins Blut feuert, läuft es einfach. Deswegen würde ich behaupten, dass Mentale Stärke vom ersten Schritt an den Erfolg ausmacht.
Nun kommen beim Joggen natürlich noch der Körper und die biomechanischen Gesetzmässigkeiten hinzu. Knorpel, Sehnen, Bänder, Knochen und alle anderen Mitspieler reagieren mit unterschiedlicher Anpassung auf mechanische Reize (=Bewegen der Gliedmaßen). Wird eines der Systeme überfordert, reagiert es mit Schmerzen und signalisiert, das eine Pause sinnvoll wäre. Nun muss sich die Mentale Stärke und die hyperaktive Begeisterung etwas bremsen und den Systemen Zeit zur Adaptation geben. Man muss in dieser Zeit nicht pausieren, sondern kann sich mit anderen Bewegungen (z.B. Radfahren, Schwimmen) in Form halten. Aus einem Kilometer werden dann schnell zwei, drei, vier, zehn, fünfzehn. Natürlich gibt es zwischendurch Krisen und Zweifel und zur hyperaktiven Begeisterung gesellt sich dann auch allmählich der innere Schweinehund, der es der Begeisterung hin und wieder schwer macht. Aber auch in dieser Phase ist es die Mentale Stärke, die sich über alle hinwegsetzen kann und einfach weiter unermüdlich motiviert. Und dann kann es passieren, dass man nach "einiger" Zeit 100 Kilometer am Stück läuft. Und auch da ist es wieder die Mentale Stärke und die Begeisterung, die antreiben. Die Willenskraft als Urkraft gesellt sich dazu und schreit laut: "Du schaffst das, du hast schon so viel geschafft, dann schaffst du das auch noch!". Mentale Stärke und hyperaktive Begeisterung trifft zunehmend "die Erfahrung". Denn mit jedem gelaufenen Kilometer sammelt man lehrreiche Erfahrungen. Und diese verschieben die Grenzen. Wenn man 10 Kilometer locker laufen kann, dann ist doch logischerweise noch Luft nach oben. Also warum nicht beim nächsten Mal 12 Kilometer laufen. Und so verschiebt sich diese Grenze.
Mentale Stärke treibt mich an und lässt mich weitergehen, als zuvor. Doch so sehr ich mich mental auch auf etwas einstelle und trainiere: manche körperlichen Grenzen lassen sich nicht überwinden. Ich wäre zum Beispiel nicht in der Lage, 100 Meter unter 10 Sekunden zu rennen, geschweigedenn unter 12 Sekunden. Der Weltrekord der Frauen liegt bei 10,49 Sekunden (Florence Griffith-Joyner im Jahr 1988). Auch wenn ich mental und physisch noch so hart trainieren würde, ich würde es nicht schaffen. Weil manche Dinge einfach genetisch vorgegeben sind und die Mehrheit meiner Muskelfasern vom Typ "langsam zuckender Faser" bestehen, was bedeutet, dass ich über zuwenig Einheiten verfüge, die für die Schnelligkeit verantwortlich sind. Natürlich kann ich meine Schnelligkeit trainieren, aber ich würde nie die Zeit laufen, die für einen Weltrekord reicht. Mit dieser Erkenntnis kann ich mich dann aber wiederum auf die Stärken konzentrieren und an diesen arbeiten.
Ist Mentale Stärke dann also nur so lange erfolgreich einsetzbar wie innere (oder genetische) Umstände es zulassen? Ich denke, so lange man einer Idee, die man hat, nicht nachgeht, sie nicht ausprobiert, nicht selber erfährt und erspürt, wie es sich anfühlt; wenn man nicht selber die Erfahrung macht, wie es ist, kann man nicht sagen, dass man es nicht kann. Denn: auf diese Weise entdeckt man (verborgene) Talente, erkennt Schwächen, verschiebt Grenzen und vor allem: man erlebt etwas. Man sammelt Erfahrung. Und dazu lohnt es sich immer, etwas auszuprobieren.
Mentale Stärke- Fortsetzung folgt.
Mein Musiktipp: https://www.youtube.com/watch?v=-AORasS2Oxc



Sonntag, 16. November 2014

UvU volcano marathon in the Atacama desert or how it feels to race in altitude...



I went to the Atacama desert with a mixture of different feelings. When Richard Donovan asked me to race the volcano marathon I was not sure what to expect. I know that Richard is a brilliant race director and well known for tough events. When I had a look on the course I was sure to run 42.2 kilometres- but with an average of altitude of 4000 meters? The body suffers a lot in that zone of limited oxygen pressure and has to work even more stronger. With the start on 4500 meters and the finish on 3600 m I thought that will maybe not too bad because we are running downhill most of the time. A closer look on the profile showed me that there is a nice climb for 600 meters up again on 4200 meters. With my experiences of the altitude I knew that as higher I get as better it will be. But what about the between? I stopped asking myself further questions and told Richard that I will be there.
But I returned to the Atacama desert also for a different reason. I wanted to run that marathon for Basti who has been there last year in charge of the UvU racing team. My mission was to break his time and to run as fast as I could. I guess he would be happy for that.
After a long journey with stops in Madrid, Santiago de chile and Calama I finally arrived in San Pedro, a nice little village in the middle of the Atacama desert. I had a silent smile in my face because the wonderful memories of my first victory in the Racing the Planet 4 Deserts Series came back to me. In 2012 I ran 250 km through the driest desert on earth and won it unfortunately. But this time my thoughts were more or less still in that emotionally twist of the senseless loss of Basti.
It was really warm when I stepped out of the van. I met Richard and Fearghul as well Judy I met at the North Pole marathon in April that year. The day ended very soon because I was really tired.
In the next 3 days we all went to a couple of places to acclimatised and to get to know the area better. We were lucky to arrive in the Valle de la Luna close in time for sunset. It was a spectacular view standing on the rich of a long rocky hill and look around to the beautiful landscape, while the sky turned into a variation of colours. Mike, the event photographer, took a lot of nice shots and we all soak up the energy around that unique place. For the next day we drove to the Valley of death with its amazing long sand dunes. I remembered that place from the Atacama crossing in 2012 and was happy to be there again. After a nice walk and run we got to the top of the dune. I had a lot of fun running downhill as fast as I coud. It's like running in snow, just sliding downhill softly. I felt good on that day although my body got adapted to the altitude and dry air of 2500 meters. A nice carbo-loading-party in the evening was the start of the final mission on the next day: to run the marathon. I slept really bad as I do always before a race. On the 11th of the 11th we all got up very early to drive for more than one hour through the middle of nowhere up on 4500 meters. It's weird to drive up easily by car to that altitude. Normally you should adapt the body to that altitude in regular steps. But also I know from my experiences that the body needs some time to recognise the lack of oxygen pressure in the air and to start to acclimatise. I was hoping that this would happen to me again. It was really cold and a strong wind was touching us directly from all sides. Suddenly I felt a strong emotional sadness and was not sure if I could go to the start and run. A couple of moments before the start we did a silent minute in honour for Basti and we hold up a nice picture Richard had created. At this Moment I was really sad and didn't realise that Richard was already counting the seconds to the start. I just turned on the engine and ran. My muscles felt ok although I expected the limited amount of oxygen. But the system worked in a good status and I felt that positive energy. After the first 2 km the track marking changed into a wide open field and the massive cold wind came from the front. I thought that will be tough as well the track was only flat!! After a light uphill the first long downhill started and I got in my rhythm. I was running really fast and was wondering that I was not felling the altitude as I expected. I passed the first checkpoint without drinking anything and continued on that long road with a light uphill and downhill what actually was quite nice. I reached checkpoint 2 at km 20 and remembered the profile of the course that between checkpoint 2-3 the uphill started again. The elevation of 600 meters on a 2 kilometre distance up to 4200 meters was really more than exhausting. I got cramps in my legs and my stomach felt sick. I could hear my heart beating really fast but I continue with slow walking until I reached the last checkpoint. I followed a long uphill rich until the highest point and as higher I got as better I felt. The last 10 km were more or less easy downhill with some running through a long and narrow canyon. I liked it really much because it was nice technical running. After the canyon the trail went uphill again until I could see the finish line.
I finished in 4hours 37 minutes what means that I broke the time of my friend Basti with 10 minutes. He would have been very happy I guess...
All in all the race was really tough and a lot of competitors were suffering because of the less oxygen pressure in the air and the cold wind, the difficult terrain and so on. But the landscape of the beautiful Atacama desert is amazing. And the organisation with Richard Donovan and Fearghul Murthy were brilliant and made the event to become  a special experience. Thanks a lot to UVU Racing with Gerhard Flatz and everyone who was with me on that trip.






Montag, 3. November 2014

Der Winter kommt. Winter is coming.

Supercool, supernice, superstrong. Bevor der Winter kommt, darf ich noch einmal dorthin fliegen, wo 2012 mit "Racing The Planet 4 Deserts" alles begann: Die wunderschöne Atacamawüste erwartet mich zu einem der höchsten Marathone der Welt, dem Volcano Marathon. Neben dem North Pole Marathon ist der Volcano Marathon die zweite Veranstaltung von Richard Donovan, unserem Brand Ambassador für UVU Racing. Auch dieses Mal darf ich teilnehmen und alles geben, in der Hoffnung, am Ende noch Luft zu haben: der Marathon startet auf 4500 Metern und endet auf 3600 Metern. Ich hoffe, dass mich der gute Spirit der Atacamawüste vorwärts treiben wird und ich mit Freude das Ziel erreiche. Ich werde den Lauf zu Ehren von Basti machen und versuchen, seine Zeit aus dem vergangenen Jahr zu knacken. Er hätte Freude daran: supercool, superstark, supergeil!
Also werde ich in dieser Woche die Laufschuhe wieder parat machen und zur Abwechslung mal nicht in niegelnagelneuen Schuhen rennen, sondern in ausgelatschten Long-Distance-erprobten Tretern. Zudem wird es sicherlich sehr warm werden und da passt das neueste UVU Outfit perfekt.

Zum Vormerken:
Am Donnerstag, 06.11.2014 : Schweizer Fernsehen SRF1 um 21:00 "Einstein Spezial". Hier die Vorschau:
http://www.srf.ch/sendungen/einstein/sendungen

Am Samstag, 22.11.2014: Deutsches Fernsehen SWR um 21:50 Uhr "Frank Elstner Menschen der Woche". Hier der Link: http://www.swrfernsehen.de/menschen-der-woche

Zudem ein Artikel in der neuesten Ausgabe von Active Woman.

Mein Musiktipp: Fink "Looking to closely"

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Supercool, supernice, superstrong. Before winter arrives, I will fly once again to where it all began in 2012 with Racing the Planet 4 Deserts: The beautiful Atacama Desert expectes me to run one of the highest marathons in the world, the Volcano Marathon. In addition to the North Pole Marathon, the Volcano Marathon is the second event of Richard Donovan, our Brand Ambassador for UVU Racing. I´m really thankful so participate and hope that I will have some air left in my lungs because the Marathon starts at 4500 meters and ends at 3600 meters. I hope that the good Spirit of the Atacama desert will takes me as fast as possible to the finish line and that I reach it with joy. I will make the run in honor of my friend Basti and try to break his time from last year. He would be happy somewhere in the universe where he might be.Just supercool, superstrong, superpretty.

So I'm going to pack everything to fly to South America this week. And for some changes in my pattern this time I will not run in new shoes I will just wear long distance proven one- I guess... In addition, it will certainly be very warm and for this temperatures the latest UVU fits perfectly! 


News:
Swiss Television November 6th, 2014 : SRF1, 9:00p.m. "Einstein Spezial"
http://www.srf.ch/sendungen/einstein/sendungen

German Television November 22th, 2014: SWR, 9:50p.m. "Frank Elstner Menschen der Woche".  http://www.swrfernsehen.de/menschen-der-woche

My music link:  Fink "Looking to closely"


Rock n Roll.  
Lake Staz


Valley in Garmisch from Herzogstand

SRF Einstein Making of!

Winter?

Piz Nair somewhere


Montag, 29. September 2014

Offene Worte an das Leben/ Open words on life.

Mir fehlen noch zu sehr die Worte, als dass ich das beschreiben kann, was letzte Woche Mittwoch passiert ist. Mein guter Freund Basti Haag ist bei seiner Expedition "Double 8" in einer Lawine ums Leben gekommen. Eine Lawine hat ihn und seinen Kollegen Andrea Zambaldi 100 Meter unterhalb des Gipfels des Shishapangma erfasst und 600m mitgerissen. Es ist unfassbar traurig. Basti war Inspiration und Motivation für mich und hat an mich geglaubt. Große Abenteuer wollten wir noch erleben. Er fehlt mir sehr.
Das Leben im Moment leben. Mit Leidenschaft dabei sein. Die Natur genießen. Super cool. Super nice. Super strong. Wir sollten immer das tun, was uns glücklich macht.

Words are missing too much as I can describe what happened last week on Wednesday. My good friend Basti Haag died in an avalanche during his expedition "Double 8" in the Himalaya. An avalanche got him and his colleague Andrea Zambaldi 100 meters below the summit of Shishapangma and carried them away for  600m. It is incredibly sad. Basti was the inspiration and motivation for me and believed in me. Great adventure we wanted to experience in the future. I miss him so much.
Living life in the moment. Be passionate. Enjoy nature. Supercool. Supernice. Superstrong. We should always do what makes us happy.          






Freitag, 19. September 2014

Post Race: what to do!

The time after a race is as interesting and important as the time before and during the race. I guess that a lot of processes are running in the background of the system to get the organism re-organized. You start daily life again but the body still suffers from the huge effort of the last race. When you start running too early I guess that you will get the answer as soon as possible. When you hang around and do nothing is also not good for the body and the system because both are used to be active. What to do?
Start with little runs for 5 km in a very slow pace and just think about to help the system to work out all the acids and stiffness. Maybe some Aquajogging is also good when you like to be in the pool. Healthy food and a lot of water helps as well. As sooner you start with that procedure as better it could be.
After the Zugspitz Ultra in June I did not any of this and got a bad cold and heavy legs for the next 2-3 weeks.
After the Transylvania Race I ate healthy (ok, I drank some Romania Schnaps...) and tried to recover in a better way what was actually really good. What`s really a strange thing is that I dream a lot about the Race. Also 2 weeks after! Sometimes I dream about that I`m still in the race and ask myself why I´m sleeping although I have to run! Funny dreams but they let me not sleep quiet well. I realize that my mind is working a lot and that the thoughts are still process the last race.
I spent some days in France hanging around at the beach and just doing nothing with the exception of some nice 5k runs and some Yoga. But hanging around on the sofa could be more dangerous than running through a black forest by night with bears and Dracula all around you: I just hit my little toe on the edge of the sofa and yes, what can I say: I broke my little toe! I can`t believe it! Maybe my body wants to talk to me and say: "Just sit still and don`t move anymore I need time to recover!" What to do? Running with a broken toe is really painfull. And doing yoga as well. Walking to the beach is more or less impossible but I did it and just fall down on my towel and slept. Is it that what to do after a race? Maybe! Good luck with your recovery!


Montag, 8. September 2014

Transylvania Trail Traverse: wolves, bears and Dracula! English and German report!

There is an English version at the end!

Anne-Marie`s Short film "An Idea": 
http://vimeo.com/99027511
 
Es ist nicht leicht, die vielen Eindrücke vom Transylvania Trail Travese in Worte zu fassen:
Auf der 106 Kilometer langen Strecke ist so einiges passiert.
Die 8500 vertikalen Höhenmeter waren zäher als gedacht und bis Kilometer 45 kreisten meine Gedanken nur darum, aufzuhören, zu schlafen und nach Hause zu fahren. Das war eine ziemlich neue Erfahrung. Mein Kopf war nicht frisch, nicht parat, energielos und mutlos. Ich hörte immer nur Sätze, die mit Aufgeben und Aufhören zusammenhingen. Mit diesem Ballast im Rücken wurde jede Steigung sehr anstrengend. Doch ich habe einmal mehr durchgehalten und meine Gedanken zähmen können.
Freitag Früh um 06:00 Uhr fällt der Startschuss für 55 mutige Läuferinnen und Läufer für die Ultra Distanz. Wir rennen auf einer Skipiste mit gemütlicher Steigung. Meine Gedanken sind frisch, ich finde mein Tempo und laufe vorne mit. Einige andere fangen bereits jetzt an zu walken. Ich lasse mich nicht beirren und laufe in meinem Tempo weiter. Da es noch dunkel ist, leuchtet mir die Stirnlampe den Weg auf dem mittlerweile gerölligen Untergrund. Nach den ersten 5 Kilometer verlassen wir die breite Piste und der Weg verschwindet in einen kaum erkennbaren Pfad durch Gestrüpp, Unterholz und sonstigen Pflanzen. Die zahlreichen Brennesseln und stacheligen Pflanzen bohren sich in meine Beine und Arme und lösen ein fieses Stechen aus. Jetzt ja nicht zu viel darüber nachdenken, denn der weitere Weg sieht nicht danach aus, als ob sich das schnell ändern würde. Es ist mittlerweile so steil, dass ich mich mit beiden Händen an Gras,- oder Brennesselbüschen hochziehen muss. Zahlreiche Bachquerungen führen zu nassen Füssen. Die ersten 700 Höhenmeter sind geschafft, es geht weiter auf die nächsten 1000. Diese führen nun über offene Felder und Wiesen. Damit es nicht langweilig wird, müssen wir steile Felsen mit Seilen klettern und uns über Graskanten raufschwingen. Der Anstieg ist zäh, der Wind peitscht mit leichtem Regen und meine Gedanken fangen an zu kreisen. Mein Geist ist müde und ich denke zum allerersten Mal in einem Wettkampf daran, aufzugeben. Nicht, weil meine Beine nicht mehr wollen. Der Kopf ist müde und die Augen schwer. Das Training der letzten Wochen und die 24 Stunden Wanderung steckt vielleicht noch in den Knochen; oder vielleicht ist es auch etwas anderes. Es quälte mich auf alle Fälle. Auf dem Gipfelgrat des Mt. Omu (2550m) haut mich ein orkanartiger Sturm fast aus den Turnschuhen. Mit Müh und Not ereiche ich den nächsten Checkpunkt. Auf dem folgenden Abstieg rolle ich einfach nur die Falllinie runter und hole Jo und Andrei und einen anderen rumänischen Läufer ein, der als Local den Weg ziemlich gut kennt und uns durch die finsteren Wälder lotst.  Andrei rennt voraus und wir hören plötzlich lautes Rufen und Pfiffe aus der Notfalltröte. Ich denke, dass er sich vielleicht verletzt hat. Als wir ihn einholen ist er immer noch ganz blass im Gesicht: die Begegnug mit einem Bären ist ihm nicht ganz so gut bekommen. Wir rennen weiter und schon bald kommt der nächste Anstieg: es geht von der Südseite auf den Mt. Omu. Wieder 1700hm im 4x4 Gang. Ich mühe mich ab und Jo ist immer ein paar Schritt voraus. Mir ist es egal, ob ich sie einhole oder nicht. Ich kämpfe gegen die innere Stimme an, die immer noch negativ ist. Am Gipfelgrat wieder das gleiche Spiel: Orkanartiger Wind, eiskalt, nur schnell rein in die Hütte zum nächsten Checkpunkt. Dann auf der anderen Seite runter. Immer den Wegweisern folgend. Normalerweise ist der Abstieg meine Lieblingsdisziplin. Doch es will sich einfach kein Flowgefühl einstellen und somit wird der zweite Abstieg zur zähen Geduldsprobe. Beim nächsten Checkpunkt bekommen die herzlichen Helfer nur noch ein Brummen von mir zu hören. Ich registriere wie in Trance die nächste Wegbeschreibung und laufe in den nächsten Wald. Jo taucht plötzlich hinter mir auf. Sie hatte sich verlaufen. Gemeinsam schlängeln wir uns durch das Unterholz bis wir in einen engen Canyon kommen: die "Cave Challenge" beginnt: wir kraxeln, hüpfen, springen, klettern und balancieren über rutschige Felsen und Flussbetten in der Hoffnung, dass es hinter dem nächsten Felsen besser wird. Meine Krise erreicht den Höhepunkt, als ich auf einem dieser zahlreichen glitschigen Steine ausrutsche und ungebremst auf Hand, Ellbogen und Schienbein falle. Zumindest sind das die drei Punkte, die mir einen ziemlichen Schmerz bereiten. Wie ich mit einem einzigen Sturz diese drei Stellen erwischt habe, ist mir rätselhaft. Dieser Sturz löst eine Welle der Schimpfwörter in allen Sprachen, die ich beherrsche aus, und der Knoten der Krise ist etwas geplatzt. Der Weg wird wieder besser und wir können ins leichte Jogging übergehen. Ein weites offenes Feld erstreckt sich vor uns, doch leider fehlen die Markierungen. Jo und ich laufen umher und finden nichts. Ein großer Umweg von ca. 8km später und wir sind wieder auf dem richtigen Weg. Wir sind total alleine unterwegs und weder vor uns noch hinter uns sind Läufer zu erkennen. Zum ersten Mal realisiere ich, dass ich zusammen mit der Engländerin Jo das Rennen anführe. Ich schöpfe wieder etwas mehr mentale Kraft und lasse es rollen. Jo und ich beschließen, das Rennen gemeinsam weiterzuführen und es dann auch gemeinsam vor den Männern zu gewinnen. Es ist zwar ein Wettkampf mit Platzierung, aber bei einer solchen Distanz kann einfach viel passieren. Und die Vorstellung, alleine in der Nacht den Weg zu verlieren, bereitet uns beiden kein Wohlempfinden. Nach 10 Stunden haben wir die Hälfte der Strecke geschafft und passieren den Start,- und Zielbereich. Frisch gestärkt machen wir uns an den dritten langen Aufstieg. Endlich ist auch die Krise vorbei und ich schaffe es, mich die 1700hm in einem kontinuierlichen Tempo raufzuschrauben. Ich bin überrascht, dass meine Beine immer besser laufen, obwohl ich schon so lange unterwegs bin. In der Dämmerung erreichen wir zum dritten Mal den Mt. Omu und werden von den Helfern schon als Siegerinnen gefeiert. Die Dunkeleheit holt uns ein und zugleich bläst ein starker kalter Wind. Immer wieder halten wir an und suchen die nächste Wegmarkierung. Es wird zum Geduldsspiel. Zudem tauchen immer wieder Schafshunde auf, denen es wohl langweilig ist, da sie uns kilomerweit verfolgen und uns bellend Angst einjagen wollen. Ich bin schon ganz heiser vom vielen Schreien und Rufen "heijjjjaa, heeiiija, stay there, don´t move....". Es wirkt mal besser mal schlechter. Wir laufen weiter und erreichen über ein weites Feld den nächsten Checkpunkt. Nun geht es weiter in einem stockfinsteren Wald und ich bin froh, dass ich da nicht alleine durch muss. Ein lautes Brummen und Schnaufen holt uns plötzlich zurück in die Gegenwart und wir realisieren, dass ein Bär ganz nah sein muss. Lautes Rufen und ein Turbosprint und die Geräusche sind wieder weg. Ich muss mich echt beherrschen, dass mir mein Verstand keine Tricks in der Dunkelheit vorspielt. Ich sehe nämlich in jedem Baumstamm und Wurzel irgendwelche Gespenster. Jo geht es ähnlich. Da haben sich ja zwei Ladies gefunden... Wir verlaufen uns unzählige Male und müssen immer wieder die Karte samt Kompass rauskramen. Das kostet wertvolle Zeit. Wir landen beim nächsten Abbiegen in einem steilen trockenen Flussbett, welches an einem steilen Cliff endet. Von oben ruft uns plötzlich eine Stimme entgegen "Are you following the blue track?" Hä? Wer ist denn das jetzt? Durch unser ständiges Verlaufen holt uns die Schwedin Laila nach ca. 70 km ein. Fortan laufen wir in einer Dreiergruppe. Drei Damen als Gesamtführende. Ein leichte Paranoia breitet sich in mir aus, dass uns vielleicht noch weitere Athleten dicht auf den Fersen sind. Fortan bin  ich damit beschäftigt, mich immer wieder umzudrehen, um zu schauen, ob ich weitere Stirnlampe in der Dunkelheit entdecke. Die letzten 20km führen durch dicht bewachsene Singeltrails und anstatt dass es endlich auf den letzten Anstieg geht, führt der Weg in leichten Wellen immer wieder rauf und runter. Ich drehe fast durch und schaue immer wieder auf den Höhenmesser. Endlich erreichen wir den letzten Checkpunkt. Es ist mittlerweile 6 Uhr morgens. Die Helfer haben für uns Teller mit Essen präpariert (Banane, Apfel, Riegel, Chips, Käse und Trockenfrüchte) und fordern uns auf, diesen komplett aufzuessen! Ich entgegne etwas zu ernst: "are you crazy? How can I eat all this food now?!" Zu diesem Zeitpunkt bin ich jenseits von Gut und Böse und kurz davor mich in Dracula zu verwandeln. Endlich geht es auf den Aufstieg und wir erreichen eine völlig neue Landschaft mit einer großen Schafsherde. Die 10 Schafshunde begrüssen uns mit lautem und aggressiven Gebell, doch das ist mir mittlerweile völlig egal. Wir queren das Tal und auf der anderen Seite geht es nochmals 300hm rauf. Endlich. Endlich, endlich endlich haben wir den letzten Anstieg erreicht und fortan heißt es nur noch: Diretissima runter! Ich nehme soviel speed auf wie es nur geht und sehe mich schon mit gebrochenen Beinen im Spital. Ich will nur noch ins Ziel. Lailia und Jo folgen mir und somit erreichen wir nach 25 Stunden und 55 Minuten um 7 Uhr 55 die Skipiste mit Zielgelände. Mit einem lauten Gebrüll rütteln wir alle wach und sprinten mit großen Hüpfern (ich) ins Ziel. Völlig glücklich. Völlig müde. Völlig befreit. Völlig fertig. Erst drei Stunden später soll der erste Mann (Andrei) im Ziel eintreffen. Nur 14 Teilnehmer erreichen überhaupt das Ziel. Jo, Lailia und ich sind die einzigen Frauen, die es geschafft haben. Und gewinnen das Gesamtklassement!
Das ist Abenteuer pur!
Ich möchte mich ganz herzlich bei meinem Ausrüster UVU Racing bedanken. Es ist wirklich immer nur You versus You (Du gegen Dich) und es ist der innere Kampf mit sich selbst, ob man weitergeht oder stehenbleibt. Zudem war das Equipmet einfach spitze.
Compressport und Soglio für eine gute Regeneration und Julbo für den Durchblick. Und der nächste Check bei allcare wird zeigen, wie fit ich bin.

For my English friends! 



Transylvania Trail Traverse: Wolves, Bears and Dracula

It`s not easy to find the right words for that race. It was rough, hard, even extremer than I expected. Running besides bears, barking shepherd dogs and wolves it`s very challenging. The mountains of the Bucegi region are very beautiful and the home of Dracula is a very special place. I haven`t seen him. Maybe he was around in those very dark forests. Glad my mind was doing other things for example counting the altitude and thinking about to give up. I have had never ever such thoughts in race before. On the first 45 kilometers I was just thinking about sleeping, going home and stopping the race right now. My mind was not fresh (maybe because of the 24 hours hiking tour one week before or from other reasons). With all these Up`s and Down`s in my mind and with all these Up`s and Down`s on the track I can say it was really a great race.

At 6 a.m. 55 runners start on a long and moderate ski slope. I get into my rhythm very soon and can follow the first runners. After the first kilometers the track turns into a deep, dark and narrow forest. But it is not a forest! It is a jungle with small river beds, spiny and prickly plants and some other undefined trees. I jump over riverbeds, into riverbeds and grab big bushes of nettle to pull myself up on the next trail. After the first 700 meters of altitude I get out of the jungle right into a slippery forest with a lot of roots and lose rocks. The ascent continues for the next 1000 meters with trails on an open field. Rain, strong winds and a mind full of negative thoughts are against me. I start on thinking to give up just after the next check point. I`m so tired and unmotivated. I think maybe this race will be my first DNF (did not finish). I torture myself up on that steep grassy hill until I reach the top of Mt. Omu on 2550 meters. The wind comes from all sides and is so strong that I think I will fly away. At the checkpoint the marshal shows me the way downhill: “You can follow the trails or you can just go straight down. But option two is very difficult.” As you know me I do not hear the options I just run down in the falling line because this is what I love! Soon I get back to the other two runners in front of me: Jo from the UK and Andrei from Romania. We speed up a bit and Andrei is running in front. I can`t see him anymore. But suddenly I can hear him whistling and shouting. I think he might be injured but when I get to him I can still see his pale face: “Bears! There was a bear just in front of me!” Yes. Ok. I`m glad that the organizer of the event were not telling wrong things. Jo, Andrei and I are following the next ascent to get to the top of Mt. Omu for the second time. A long and steep ascent on grass hills: sometimes so steep that I have to go on four feet.  My mind is still not working for or with me and all these negative thoughts are hanging on my back and pulling me down. I finally reach the top again with strong brutal wind from every side. Normally I really like to run downhill but this time I don`t feel any flow. At the next check point, the warm helper only get a hum from me to hear. I`m somewhere else but not in that race. I continue the trail into the next forest. Suddenly Jo comes from behind me. She lost the way and we are running together until we get into a narrow canyon what means: Crawling on four feet, jumping, hopping, balancing and climbing to get further on the trails. I do not concentrate well. My crisis peaked, as I slip on one of these numerous slippery stones and I fall on my hand, elbow and shin. The pain is all over and I start to shout out bad words in every language I know. That helps me and the crisis of my life is gone. Jo and I continue in a good pace until we reach an open wide field with no markings. We run around like chicken without head for maybe one hour until we find the next sign. We are totally alone. No one is in the front and no one is in the back. We are leading the race and that gives me new energy. We decide to continue the race together what is actually a good decision because we will get lost in the darkness again twice. After halfway the next ascent is just in front of us: from the start line up on Mt. Omu for the third time. After running, hiking, climbing for 10 hours I can feel that I get stronger with every meter of altitude. We make it to the top in less than three hours and get welcome again with a strong and brutal cold wind. At 8 p.m. we have to switch on the headlamp and the mind has to change into “intuitive running”.  I wonder all the time how my feet can find the right way when I don`t see much. I guess it`s the result of a long training process and trusting into my body. Again and again we stop and have to look out for the right way. Angry shepherd dogs are barking and following us. Maybe they like to annoy us and maybe for them it`s a funny game to shock hikers and runners. The next challenge is the following dark forest. Ok, by night everything is dark. But that forest was as dark as black color. As I know that this kind of situations I don`t like because I always think someone is behind me and is touching my shoulder sooner or later I was happy that Jo was with me. We flit through the forest looking around for the right trails and hear strange noises from time to time. Suddenly Jo starts screaming and shouting. I wonder because I havn`t heard anything until my ears recognize that sound of a puffing bear. We start walking a bit faster and start talking to the bears we can`t see but which are around us.  That is actually a really scary feeling. In the darkness my mind is playing tricks to me and in every root or tree I see some ghost. Jo feels and sees the same. Brilliant! Two ladies with a kind of paranoia are alone in a dark forest running since 18 hours. We follow again the wrong trail and end up at a very steep cliff. Suddenly a voice is shouting at us: “Are you following the blue track?” I`m out of anything and scream back: “Yes!” (I`m really sorry!). Laila from Sweden is coming down the wrong trail and together we stand in that dry riverbed complaining about bad markings! But is it as it is and together we start to continue for the last 20 km. Now we are three Ladies leading the race! Until the last checkpoint I get several crisis because the trails are going uphill and downhill like waves and I`m looking out for the last ascent all the time. These thoughts are killing me and I can`t control them. Finally we reach the checkpoint with a warm welcoming of the volunteers. They give us plates with a lot of different food to eat with the advise to eat it all now. I look at them and say: “I can`t eat one banana, an apple, cheese, crisps, bars and dried fruits now!” And they looked at me as I would have said something really bad! After running 24 hours my stomach and my mind are not able to digest that big amount of food. They understand it. Maybe. We continue to the last ascent through bushes on small single trails. We have to cross a beautiful valley up on 2100 meters with hundreds of sheep! And sheep means also dogs. We handle the 10 dogs in a professional way and get up on the last summit in the right moment of sunrise! What a great moment. The last descent of 1200 meters is steep and not so easy to run. I lead the group and my pace gets faster and faster. Finally we run as fast as 100 of bears and dogs and Dracula himself are behind us and I see myself with broken bones in a hospital. We do the 1200 meters in less than 30 minutes and reach the final ski slope after 25 hours and 55 minutes. Everyone is welcoming us and is happy to see us! I`m happy. I´m free. I`m tired. I`m thankful.
It`s only and always You versus You. Thanks to everyone!