Ich gönne mir noch 2 Wochen Training nach Lust und Laune.- Ich renne, wie ich Zeit habe, ich trainiere, so wie ich Lust habe. In der Woche komme ich zwischen 70-90 Kilometer. Aber geht es eigentlich immer nur ums Kilometerzählen? Oder kann es auch mal ums Geniessen gehen? Es ist schon schwer, mal einen Gang zurückzuschalten und vielleicht einfach mal wandern zu gehen! Das habe ich letzte Woche in Meran gemacht. In drei Tagen habe ich 48 Kilometer zurückgelegt mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 3,5km/h. Das ist extrem langsam- aber das macht das Wandern auch aus. Einfach mal durch die Gegend spazieren, ein paar Höhenmeter rauf und runter und dann in einer netten Gastwirtschaft einkehren und Kaiserschmarrn essen! Es geht nicht immer nur um Kilometer, sondern auch darum, die Kilometer sinnvoll zu gestalten. Seitdem ich meine neue Suuntouhr habe (Ambit), die alles anzeigt, was man sich nur vorstellen kann, erfahre ich, wie lange ich nach einer Einheit eine Pause einlegen soll. Nach einem 20 Kilometer-Lauf sollte ich 120 Stunden Pause machen! Es geht auch darum zu sehen, wie schnell ich mittlerweile eigentlich laufe und ich war überrascht, dass ich für meine Verhältnisse an Tempo ziemlich zugelegt habe. Ein erstes Bahntraining auf der Bahn zeigte mir, dass ich 5x1km in 3:45 rennen kann ohne an mein Limit zu kommen. Und das auf 1851m über dem Meer. Ich sollte das mal im Auge behalten.
Zurück zur Überschrift. Noch 2 Wochen, bevor das Training für meinen nächsten Wettkampf anfängt. Ich plane, im November ins Himalaya zu gehen und dort am Everest Trail Race teilzunehmen. 160km, 6 Tage und 25000 Höhenmeter. Das wird ein Spass. Ich freue mich jetzt schon auf mein Bergtraining! Als Trainingsvorbereitung plane ich übrigens so schnell es geht vom tiefsten Punkt auf den höchsten Punkt der Schweiz zu laufen: Von Ascona auf die Dufourspitze: Von Null auf 4800m. Mehr zu diesem Projekt in Kürze.
Jetzt heisst es erstmal Kräfte sammeln und all das machen, was ich sonst nicht mache. Gartenarbeit, Hund ausführen, in der Sonne liegen, usw. . Bald geht es wieder los mit dem Training und einem regelmässigen Blog über meine Vorbereitung!
Bleibt dabei!
Sonntag, 19. Mai 2013
Sonntag, 28. April 2013
Die Macht der Gewohnheit
Wer hat sich schon mal die Zeit genommen, über all die vielen verschiedenen Handlungen und Tätigkeiten, die am Tag ausgeführt werden, nachzudenken. Wer denkt beim Zähneputzen darüber nach, wie das Bürsten und Schruppen der Zähne funktioniert. Wer überlegt beim Gehen, wie der eine Fuss vor den anderen gesetzt wird. Wer forscht nach, wie beim Sprechen die Buchstaben und Wörter mit der Zunge geformt und zum Ausdruck gebracht werden. Ich gehe mal davon aus, dass diese Vorgänge bei allen gesunden erwachsenen Personen automatisiert, gewohnt, ablaufen. Wie ungewohnt ist es dann, wenn man mal mit der "ungewohnten" Hand die Zähne bürstet. Oder mal einen gewohnten Ablauf genau anders herum durchführt. Alles kommt einem plötzlich schief und eckig vor. Man entfernt sich vom Muster. Ich bin froh, dass unser Hirn in der Lage ist, solche Muster anzulegen, denn sonst müssten wir 24 Stunden am Tag damit verbringen, die Dinge immer wieder neu zu erlernen, um sie dann doch wieder zu vergessen. Muster gibt es ja in allen Bereichen- geistig wie mental. Ein bestimmter Song erinnert an einen besonderen Menschen. Der Duft von Sonnencreme wird mit Strandferien und einer guten Zeit assoziiert. Und der Geschmack eines Lebensmittels, welches verzehrt wurde und Bauchschmerzen verursachte, wird fortan gemieden. Wieder mal ein bemerkenswertes System, was da von der Natur erschaffen wurde. Nur leider wirkt sich dieses System auch auf Laufstrecken aus. Wer kennt es nicht: Man läuft auf seiner Lieblingsstrecke und denkt schon nach den ersten Metern an die fiese Steigung bei Kilometer sieben, an der man immer so leidet und die Herz-Lungenmaschine aus dem letzten Loch quietscht. Mit dem ganzen Körper spürt man die bevorstehenden Strapazen und läuft vielleicht extra ein bisschen langsamer, um dann ja an der Steigung nicht vollständig zu kapitulieren. Die Gedanken beeinflussen den Körper und nicht selten erhöht sich der Puls kontinuierlich bis zu dieser einen Steigung. Man will es nur noch hinter sich bringen. Und wenn einem auf diesem Stück auch noch Spaziergänger entgegenkommen, hält man bis zum Platzen die Luft an, um vor dem Kollaps gerade noch ein nettes Grusswort rauszupressen. Wenn sich das Herzkreislaufsystem dann einmal wieder beruhigt hat, sind auch die gemeinen Gedanken wie weggeblasen und die Maschinerie rollt. Komisch, oder?
"Sauerstoffnot", wie man sie eben bei Anstiegen oder Intervalltraining kennt, ist also oftmals mit einem negativen Gefühl verbunden. Ist ja irgendwo auch logisch. Würde das Hirn nicht Alarm schlagen und fiese Gefühle aussenden, würde man sich vielleicht regelmässig zu tode "hecheln" und Grenzen gesundheitsgefährdend überschreiten.
Aber ein solches Training ist ja laut Sportwissenschaft der Schlüssel zum Erfolg. Nur wenn man sich regelmässig in unreglmässigen Einheiten über die Grenze fordert, passt der Organismus sich an und die Leistung wird gesteigert. Wenn das Theoretische geklärt ist, geht es ans Praktische: Wie überwinde ich diese Schranke? Bei meinen letzten Läufen durch die Berge bin ich dem Geheimnis ein Stück näher gekommen. Die Strecke sollte 27 Kilometer mit 1000 Höhenmeter +/- betragen, sprich, ein ganz schön fieses Unterfangen. Nachdem ich mich bis Bever eingelaufen hatte, ging es in den Wald. Rauf und runter. Und ich wusste von dem Zeitpunkt, dass die fieseste Stelle erst noch kommen würde. Die Talabfahrt bergauf. Meine Gedanken kreisten also ständig um dieses Stück Steilheit und ich wollte schon fast einen anderen Weg einschlagen, als mir der Satz: "Steil ist geil" wie ein Blitz durch den Kopf schoss. Gefolgt von: "Je fieser desto besser". Animiert von diesen neuen, positiven Sätzen im Kopf, rannte ich einfach los. Unterwegs auf dem fiesen Steilstück sagte ich mir dann meinen Satz wie ein Mantra gedanklich vor: Fies ist geil! Je steiler desto besser! Fies ist geil! Je steiler,.... usw.! Und? Es hat funktioniert!
Man muss sich manchmal einfach nur trauen, alte Muster und Gewohnheiten, die man lästig findet, zu verändern: 1. Wahrnehmen 2. Erkennen 3. Handeln.
Mein Musiktipp: Shelter "Here we go again"
http://www.youtube.com/watch?v=0ZaZ46YoimU
"Sauerstoffnot", wie man sie eben bei Anstiegen oder Intervalltraining kennt, ist also oftmals mit einem negativen Gefühl verbunden. Ist ja irgendwo auch logisch. Würde das Hirn nicht Alarm schlagen und fiese Gefühle aussenden, würde man sich vielleicht regelmässig zu tode "hecheln" und Grenzen gesundheitsgefährdend überschreiten.
Aber ein solches Training ist ja laut Sportwissenschaft der Schlüssel zum Erfolg. Nur wenn man sich regelmässig in unreglmässigen Einheiten über die Grenze fordert, passt der Organismus sich an und die Leistung wird gesteigert. Wenn das Theoretische geklärt ist, geht es ans Praktische: Wie überwinde ich diese Schranke? Bei meinen letzten Läufen durch die Berge bin ich dem Geheimnis ein Stück näher gekommen. Die Strecke sollte 27 Kilometer mit 1000 Höhenmeter +/- betragen, sprich, ein ganz schön fieses Unterfangen. Nachdem ich mich bis Bever eingelaufen hatte, ging es in den Wald. Rauf und runter. Und ich wusste von dem Zeitpunkt, dass die fieseste Stelle erst noch kommen würde. Die Talabfahrt bergauf. Meine Gedanken kreisten also ständig um dieses Stück Steilheit und ich wollte schon fast einen anderen Weg einschlagen, als mir der Satz: "Steil ist geil" wie ein Blitz durch den Kopf schoss. Gefolgt von: "Je fieser desto besser". Animiert von diesen neuen, positiven Sätzen im Kopf, rannte ich einfach los. Unterwegs auf dem fiesen Steilstück sagte ich mir dann meinen Satz wie ein Mantra gedanklich vor: Fies ist geil! Je steiler desto besser! Fies ist geil! Je steiler,.... usw.! Und? Es hat funktioniert!
Man muss sich manchmal einfach nur trauen, alte Muster und Gewohnheiten, die man lästig findet, zu verändern: 1. Wahrnehmen 2. Erkennen 3. Handeln.
Mein Musiktipp: Shelter "Here we go again"
http://www.youtube.com/watch?v=0ZaZ46YoimU
Sonntag, 21. April 2013
Koppeltraining
Ein Koppeltraining gehört beim Triathlon zu jedem guten Trainingsplan. Der Athlet muss lernen, dass die Belastung wechselt. Vom Wasser auf das Bike und dann vom Bike in die Laufschuhe. Ganz schön anstrengend. Mit einem Koppeltraining lässt sich dieser Wechsel gut trainieren. Also zum Beispiel 4x200 Meter schwimmen, dann 10km Bike und dann 1km Laufen. Ein kurzes, aber knackiges Training, das die Beine und das Hirn ermüden lässt.
Als Läuferin überlege ich mir gerne eigene Koppeltrainings, in Anlehnung an die Empfehlungen der Triathleten.
Mein Trainingsempfehlungen:
1.) Ich kombiniere gerne einen 20km langen Lauf mit 2 Stunden Telemarken auf der Piste. Die Oberschenkel brennen während der Telemarkeinheit so dermassen fies, dass ich unterwegs immer wieder anhalten muss. Dieses Training stärkt extrem die Kraftausdauer und hilft bei längeren Bergaufpassagen, die Kraft wirklich aus den Oberschenkeln zu holen.
2.) Rucksack packen mit Schwimmsachen, Winforce Power Pro Proteinpulver, Bidon, Wechselkleider und dann 20km Fahrtspiel durch die Wälder laufen mit steilen Anstiegen, so dass die Muskeln richtig gefordert werden. Danach 2km lockeres Crawl,- oder Brustschwimmen, gefolgt von 20min Cool down im warmen Whirlpool. Dann einen Proteinshake und mit dem Bus wieder retour.
3.) Skitour mit 1000 Höhenmetern und anschliessend 10km Tempodauerlauf. Und dann eine heisse Badewanne. Vorher die Gelenke und Muskeln mit Soglio Spirea-Sportöl einreiben und eintauchen in die Wanne.
Diese Trainings machen Spass, erfordern aber etwas mehr Zeitaufwand. Einfach mal ausprobieren. Und wenn man mal gar keine Lust hat, Laufen zu gehen, dann sollte man trotzdem raus gehen und 30Minuten Lauf ABC und Laufschule machen. Die frische Luft beflügelt und die Technik freut sich.
P.S.: Kauft doch mal die neue Aktiv Laufen!
Mein Musiktipp:
http://www.youtube.com/watch?v=PNEVbhqkKhY
Als Läuferin überlege ich mir gerne eigene Koppeltrainings, in Anlehnung an die Empfehlungen der Triathleten.
Mein Trainingsempfehlungen:
1.) Ich kombiniere gerne einen 20km langen Lauf mit 2 Stunden Telemarken auf der Piste. Die Oberschenkel brennen während der Telemarkeinheit so dermassen fies, dass ich unterwegs immer wieder anhalten muss. Dieses Training stärkt extrem die Kraftausdauer und hilft bei längeren Bergaufpassagen, die Kraft wirklich aus den Oberschenkeln zu holen.
2.) Rucksack packen mit Schwimmsachen, Winforce Power Pro Proteinpulver, Bidon, Wechselkleider und dann 20km Fahrtspiel durch die Wälder laufen mit steilen Anstiegen, so dass die Muskeln richtig gefordert werden. Danach 2km lockeres Crawl,- oder Brustschwimmen, gefolgt von 20min Cool down im warmen Whirlpool. Dann einen Proteinshake und mit dem Bus wieder retour.
3.) Skitour mit 1000 Höhenmetern und anschliessend 10km Tempodauerlauf. Und dann eine heisse Badewanne. Vorher die Gelenke und Muskeln mit Soglio Spirea-Sportöl einreiben und eintauchen in die Wanne.
Diese Trainings machen Spass, erfordern aber etwas mehr Zeitaufwand. Einfach mal ausprobieren. Und wenn man mal gar keine Lust hat, Laufen zu gehen, dann sollte man trotzdem raus gehen und 30Minuten Lauf ABC und Laufschule machen. Die frische Luft beflügelt und die Technik freut sich.
P.S.: Kauft doch mal die neue Aktiv Laufen!
Mein Musiktipp:
http://www.youtube.com/watch?v=PNEVbhqkKhY
Sonntag, 14. April 2013
Winter ade- Hello Frühling!
Der Frühling hat auch endlich in St. Moritz Halt gemacht. Heute schien 12 Stunden lang die Sonne und die Temperaturen lagen bei warmen 14 Grad! Wären die Seen schon aufgetaut: ich hätte doch glatt ein kühles Bad genommen! Mit der intensiven Sonneneinstrahlung schmilzt der Schnee immer schneller und die Wege auf der Sonnenseite sind zum grössten Teil schon grün- oder braun. Egal, es duftet auf alle Fälle sehr nach Frühling und Sommer. Jedoch wird es nachts immer noch recht kühl und der aufgetaute Schnee gefriert zu schönen Eisskulpturen, die mir das Leben als Joggerin zur Hölle machen. Mitunter stehe ich knöcheltief in zerplatzen Eispfützen und spüre meine Füsse für ein paar Sekunden nicht mehr. Und hätte ich nicht so gut trainierte Fussmuskeln, wären die Bänder sicherlich schon x-mal gerissen.
Es ist schön hier im Frühling. Besonders der April lädt mit seinen stündlich wechselnden Wetteränderungen zum Verrücktwerden ein. Sonnenschein auf der einen Talseite, dunkle Wolken und Hagel auf der anderen Talseite. Wer sich im ersten Moment noch über die Sonne freut und vielleicht schon mal den Gedanken an kurze Hosen verschwendet, der erlebt im nächsten Moment das Unwetter des Jahrhunderts. Es ist schön hier im Frühling!
Im Moment trainiere ich immer noch nach Lust und Laune und Laune des Wetters. Wenn der Wind aus Süden das Tal durchpustet, verziehe ich mich lieber in den Wald und halte Ausschau nach "neuen" Wegen- das sind Wege, die schon schneefrei sind. Es ist jedes Jahr immer wieder auf`s Neue spannend und aufregend, wenn wieder Wege vom Schnee freigegeben werden, und ich meine Routen variieren kann. Wenn es dann mal nicht stürmt und hagelt, dann laufe ich gerne meine 20 Kilometer-Strecken. Die gehen immer und ich muss sagen, dass ich ohne Rucksack gute 15 Minuten schneller unterwegs bin.
Zudem stehen auch immer noch Skitouren auf dem Programm. Das Wochenende waren ein paar schöne Touren im Val di Camp. Ein unglaubliches schönes Tal! Da muss ich im Sommer unbedingt mal die vielen Trails erkunden. Und wenn ich auf den Tourenski nicht gerade das Tempo angebe und die Gruppenmitglieder somit an den Rande des Machbaren treibe, helfe ich auch gerne verunglückten Skifahrern. Jeder sollte das REGA APP schnell zugänglich auf seinem Smartphone installiert haben und im Notfall immer über dieses APP die Rettung anrufen. Somit wissen die Retter GPS-genau, wo man sich befindet. Denn das kann man im Eifer des Gefechts auch schon mal schnell vergessen. Und immer gut die Mütze festhalten, wenn dann der Helikopter landen muss. Mit einem gebrochenen Bein und Arm lässt es sich dann wirklich nicht mehr gut fahren. Die Dame hatte Glück, dass wir sofort zur Stelle waren und Dr. Flammersfeld sich als helfende Hand erwies-
Skitouren sind übrigens ein super Alternativtraining zum vielen Joggen. Die Beinmuskulatur wird stark gekräftigt und das Balancegefühl geschult. Und nicht zu vergessen: Das Bauchgefühl, das einem sagt, wenn man umkehren soll. Immer dran denken.
Hier also nun meine 3 Tipps für das Frühlingstraining:
1. neue bunte Neonfarben: schaut euch mal die neuen Frühlingskollektionen diverser Runningfirmen an! Stark, echt stark! Neongelbes Shirt, neongrüne Hose und neonpinke Compressionssocken! Ein neues Outfit animiert für neue Ziele und der innere Schweinehund wird bei diesen Farben sicherlich blind!
2. neue Schuhe: es gibt wieder eine riesengrosse Auswahl an neuer Schuhe. Der Trend des "Natural Runnings" wird immer stärker und immer mehr vermarktet. Gut so! Kauft euch mal ein paar lockere Treter und rennt ein paar Kilometer! Auch im Trailrunningbereich gibt es erstaunlich gute Modelle! (Mein Favorit im Moment: Asics Gel Fuji Elite).
3. Tempotraining: Vergesst die langen Laufeinheiten und gebt mal richtig Gummi: Eine rasant schnelle 5KM Runde bringt doppelt so viel wie lockere 10 "Schlaffikilometer" im Schnarchtempo. Und der Nachbrenneffekt ist auch nochmals gesteigert!
Viel Spass und gute Erholung!
Mein Musiktipp:
http://www.youtube.com/watch?v=SSbBvKaM6sk
Es ist schön hier im Frühling. Besonders der April lädt mit seinen stündlich wechselnden Wetteränderungen zum Verrücktwerden ein. Sonnenschein auf der einen Talseite, dunkle Wolken und Hagel auf der anderen Talseite. Wer sich im ersten Moment noch über die Sonne freut und vielleicht schon mal den Gedanken an kurze Hosen verschwendet, der erlebt im nächsten Moment das Unwetter des Jahrhunderts. Es ist schön hier im Frühling!
Im Moment trainiere ich immer noch nach Lust und Laune und Laune des Wetters. Wenn der Wind aus Süden das Tal durchpustet, verziehe ich mich lieber in den Wald und halte Ausschau nach "neuen" Wegen- das sind Wege, die schon schneefrei sind. Es ist jedes Jahr immer wieder auf`s Neue spannend und aufregend, wenn wieder Wege vom Schnee freigegeben werden, und ich meine Routen variieren kann. Wenn es dann mal nicht stürmt und hagelt, dann laufe ich gerne meine 20 Kilometer-Strecken. Die gehen immer und ich muss sagen, dass ich ohne Rucksack gute 15 Minuten schneller unterwegs bin.
Zudem stehen auch immer noch Skitouren auf dem Programm. Das Wochenende waren ein paar schöne Touren im Val di Camp. Ein unglaubliches schönes Tal! Da muss ich im Sommer unbedingt mal die vielen Trails erkunden. Und wenn ich auf den Tourenski nicht gerade das Tempo angebe und die Gruppenmitglieder somit an den Rande des Machbaren treibe, helfe ich auch gerne verunglückten Skifahrern. Jeder sollte das REGA APP schnell zugänglich auf seinem Smartphone installiert haben und im Notfall immer über dieses APP die Rettung anrufen. Somit wissen die Retter GPS-genau, wo man sich befindet. Denn das kann man im Eifer des Gefechts auch schon mal schnell vergessen. Und immer gut die Mütze festhalten, wenn dann der Helikopter landen muss. Mit einem gebrochenen Bein und Arm lässt es sich dann wirklich nicht mehr gut fahren. Die Dame hatte Glück, dass wir sofort zur Stelle waren und Dr. Flammersfeld sich als helfende Hand erwies-
Skitouren sind übrigens ein super Alternativtraining zum vielen Joggen. Die Beinmuskulatur wird stark gekräftigt und das Balancegefühl geschult. Und nicht zu vergessen: Das Bauchgefühl, das einem sagt, wenn man umkehren soll. Immer dran denken.
Hier also nun meine 3 Tipps für das Frühlingstraining:
1. neue bunte Neonfarben: schaut euch mal die neuen Frühlingskollektionen diverser Runningfirmen an! Stark, echt stark! Neongelbes Shirt, neongrüne Hose und neonpinke Compressionssocken! Ein neues Outfit animiert für neue Ziele und der innere Schweinehund wird bei diesen Farben sicherlich blind!
2. neue Schuhe: es gibt wieder eine riesengrosse Auswahl an neuer Schuhe. Der Trend des "Natural Runnings" wird immer stärker und immer mehr vermarktet. Gut so! Kauft euch mal ein paar lockere Treter und rennt ein paar Kilometer! Auch im Trailrunningbereich gibt es erstaunlich gute Modelle! (Mein Favorit im Moment: Asics Gel Fuji Elite).
3. Tempotraining: Vergesst die langen Laufeinheiten und gebt mal richtig Gummi: Eine rasant schnelle 5KM Runde bringt doppelt so viel wie lockere 10 "Schlaffikilometer" im Schnarchtempo. Und der Nachbrenneffekt ist auch nochmals gesteigert!
Viel Spass und gute Erholung!
Mein Musiktipp:
http://www.youtube.com/watch?v=SSbBvKaM6sk
Montag, 25. März 2013
Vortrag in St. Moritz
Ein kleiner Reminder:
Am Donnerstag, 28. März, startet um 20 Uhr mein Vortrag im Hotel Laudinella! In 90 Minuten schildere ich meine Erfahrungen in den extremsten Klimazonen und berichte von meiner umfangreichen Vorbereitung, Mentaltraining und Durchhaltestrategien.
Am Donnerstag, 28. März, startet um 20 Uhr mein Vortrag im Hotel Laudinella! In 90 Minuten schildere ich meine Erfahrungen in den extremsten Klimazonen und berichte von meiner umfangreichen Vorbereitung, Mentaltraining und Durchhaltestrategien.
Sonntag, 24. März 2013
Ein Hamster im Laufrad
Rennen, Joggen, Laufen, Rennen, Laufen, Joggen- schnell, langsam, bergauf, bergab. Ich renne bei Wind und Wetter. Einzig und allein die täglich wechselnde Bodenbeschaffenheit zeigt mir, dass ich mich nicht in einer "Täglich grüsst das Murmeltier"- Endlosschleife befinde. Aber die Tatsache über den ständig wechselnden Boden macht mich ganz fertig. Ich frage mich im Moment sowieso, wo meine Motivation geblieben ist. Ein kleiner Widerspruch hat sich in meinen Gedanken eingeschlichen: Habe ich Zeit zum Rennen, will ich lieber auf dem Sofa liegen; habe ich keine Zeit zum Rennen, will ich lieber rennen! Wenn ich dann mal renne, flippe ich fast regelmässif aus, weil mich das Wetter im Moment extrem aufregt. Es ist immer windig und immer kommt der Wind von vorn. Ich komme wie im Windkanal und damit extrem langsam vor. Dann dieser Schnee. Oder Schneematsch. Oder Eisschollen mit einer leichten Schneeschicht bedeckt. Oder gefrorener zertrampelter Schnee, bei dem jeder Schritt ein nächster Klinikaufenthalt sein kann. Dann gibt es noch den angetauten Schnee, der sich in Pfützen mit einer leichten Eisdecke sammelt, die natürlich bricht, wenn man darauf tritt. Und den Schnee, der sich unter den Schuhen wie Schmierseife anfühlt. Wer in den letzten Tagen auf den hiesigen Wegen unterwegs gewesen ist und plötzlich lautstarke Fluche gehört hat: Das war ich. Ich kann mich ja lange beherrschen, aber irgendwann reisst auch mir mal der Geduldsfaden. So ist halt der Frühling hier in den Bergen. Ziemlich anstrengend und ziemlich zermürbend. Da kommt man sich vor wie ein Hamster im Laufrad: Man kommt einfach nicht von der Stelle! Zudem trage ich bei einem solchen wechselhaften Wetter auch ganze 15 Bekleidungsteile: Unterhose, BH, Socken, Compressionsocks, Compressionsshorts, Windstopper Laufhose, Merinowolle Unterhemd, Polartecfleesehoody, Windstopperjacke, Mütze, Handschuhe, Sonnenbrille, Trinkrucksack und Laufschuhe! Die Salomon Spike Cross Schuhe haben sich in einem solchen wechselhaften Terrain als gut geeignet präsentiert. Wenn es tiefen Neuschnee hat, dann ist der Snowcross sehr empfehlenswert. Und wenn die Füsse einmal nass sind, dann heisst es eben: schneller laufen!
Wie kann man sich bei einem solchen Wetter eigentlich motivieren? Zum Beispiel mit Alternativtraining: zum Hallenbad joggen und 1-2 Kilometer schwimmen. Oder mit einer Skitour oder Schneeschuhtour durch Tiefschnee. Das bringt ziemlich Power für die Oberschenkel. Ja nicht zu warm anziehen! Querfeldein durch das Gelände (Wildschutzzonen beachten!) und es richtig krachen lassen. Dazu kann man auch schon mal früh morgens aufstehen, so wie ich am Wochenende: Um 6 Uhr 30 war Abmarsch auf den Hausberg Piz Mezdi. 1250 Höhenmeter im Morgengrauen. Es war kein Grauen sondern die reinste Freude so früh unterwegs zu sein. Wir konnten Rehe im Wald beobachten und da wir um 9 Uhr bereits auf dem Gipfel waren, stand der ganze Tag noch zur Verfügung (mit Schlafen!).
Man kann sich auch mit Freunden zu einer Laufrunde verabreden und diese Tour dann mal ganz anders gestalten: Mit Tempiwechseln: Lasst es richtig krachen, fühlt euch wie Rocky Balboa und freut euch auf die Badewanne, in der ihr dann mit einem guten Gefühl entspannen könnt.. Achja, es gibt ja so viele Möglichkeiten, was man bei schlechtem Wetter machen kann. Man muss es nur machen! Auf geht´s
Mein Musiktipp: "Dub FX"
http://www.youtube.com/watch?v=WhBoR_tgXCI
Wie kann man sich bei einem solchen Wetter eigentlich motivieren? Zum Beispiel mit Alternativtraining: zum Hallenbad joggen und 1-2 Kilometer schwimmen. Oder mit einer Skitour oder Schneeschuhtour durch Tiefschnee. Das bringt ziemlich Power für die Oberschenkel. Ja nicht zu warm anziehen! Querfeldein durch das Gelände (Wildschutzzonen beachten!) und es richtig krachen lassen. Dazu kann man auch schon mal früh morgens aufstehen, so wie ich am Wochenende: Um 6 Uhr 30 war Abmarsch auf den Hausberg Piz Mezdi. 1250 Höhenmeter im Morgengrauen. Es war kein Grauen sondern die reinste Freude so früh unterwegs zu sein. Wir konnten Rehe im Wald beobachten und da wir um 9 Uhr bereits auf dem Gipfel waren, stand der ganze Tag noch zur Verfügung (mit Schlafen!).
Man kann sich auch mit Freunden zu einer Laufrunde verabreden und diese Tour dann mal ganz anders gestalten: Mit Tempiwechseln: Lasst es richtig krachen, fühlt euch wie Rocky Balboa und freut euch auf die Badewanne, in der ihr dann mit einem guten Gefühl entspannen könnt.. Achja, es gibt ja so viele Möglichkeiten, was man bei schlechtem Wetter machen kann. Man muss es nur machen! Auf geht´s
Mein Musiktipp: "Dub FX"
http://www.youtube.com/watch?v=WhBoR_tgXCI
Sonntag, 17. März 2013
Schneller werden mit Rote Beete
Das Thema ist nicht neu und wird in der wissenschaftlichen Forschung schon seit einigen Jahren diskutiert. Kann der Verzehr von Rote Beete / Randen, bzw. Randensaft die körperliche Leistungsfähigkeit steigern? Was ist drin in der roten Knolle, die es im Supermarkt gekocht oder roh zu kaufen gibt? Wie viel Power hat dieses Gemüse, bei deren Zubereitung die Hände nachher ausschauen, als hätte man jemanden ermordet.
Eine Studie des Journal of Applied Physiology aus dem Jahr 2009 besagt, dass ein halber Liter Rote Beetesaft die Ausdauerleistungsfähigkeit steigern kann. Eine kleine Gruppe von Athleten hatte über sechs aufeinanderfolgende Tage jeweils einen 0.5 Liter dieses Zaubersaftes getrunken und konnte beim abschliessenden Leistungstest die Belastung auf dem Fahrradergometer 92 Sekunden länger durchhalten. Randen enthalten einen sehr hohen Gehalt an Nitraten (Salzen). Diese Nitrate werden im Körper zu Nitrit umgewandelt. Man vermutet, dass Nitrite die Sauerstoffverwertung in den Mitochondrien (Kraftwerke in den Muskelzellen) verbessern und die Muskelzellen bei der körperlichen Arbeit weniger schnell ermüden. Dem stehen allerdings eine Handvoll anderer Studien gegenüber. Es ist also noch nicht eindeutig bewiesen, dass Nitrite wirklich zu einer Leistungssteigerung beitragen können.
Die rote Knolle ist aber dennoch für alle empfehlenswert, die unter erhöhtem Blutdruck leiden. Der systolische Wert konnte durch das Trinken des Rote Beete Safts in mehreren Studien signifikant gesenkt werden.
Mein Fazit: Werft alle Pillen in die Tonne*, bewegt Euch regelmässig eine halbe Stunde pro Tag und trinkt Rote Beete Saft! *Natürlich nur nach Absprache mit dem Arzt!
Übrigens wird das Thema "Sport als anerkannte Therapie" nun auch in Europa diskutiert. In den USA ist es schon weit verbreitet, dass Bewegung genauso verschrieben werden kann, wie Tabletten oder sonstige medizinische Mittel. Ich frage mich gerade, warum das erst jetzt diskutiert wird. Es ist doch schon lange bekannt, dass Bewegung Prävention für viele Erkrankungen ist. Wer hat denn da Angst, 3x täglich Sport auf den Rezepteblock zu schreiben anstatt ein blutdrucksenkendes Mittel?
Warten wir es ab. Ich trinke mir jetzt erstmal ein Glas Rote Beete Saft, obwohl ich in dieser Woche doch ganz ordentlich trainiert habe (ca. 80 Kilometer)
Meine Pläne für ein neues Rennen werden detaillierter. Ich muss mich nur noch entscheiden, ob ich das Manaslu Trail Race oder das Everest Trail Race rennen möchte. Hat jemand Erfahrung?
Hier noch mein Musiktipp: Chvurches "Recover"
http://www.youtube.com/watch?v=JyqemIbjcfg
Eine Studie des Journal of Applied Physiology aus dem Jahr 2009 besagt, dass ein halber Liter Rote Beetesaft die Ausdauerleistungsfähigkeit steigern kann. Eine kleine Gruppe von Athleten hatte über sechs aufeinanderfolgende Tage jeweils einen 0.5 Liter dieses Zaubersaftes getrunken und konnte beim abschliessenden Leistungstest die Belastung auf dem Fahrradergometer 92 Sekunden länger durchhalten. Randen enthalten einen sehr hohen Gehalt an Nitraten (Salzen). Diese Nitrate werden im Körper zu Nitrit umgewandelt. Man vermutet, dass Nitrite die Sauerstoffverwertung in den Mitochondrien (Kraftwerke in den Muskelzellen) verbessern und die Muskelzellen bei der körperlichen Arbeit weniger schnell ermüden. Dem stehen allerdings eine Handvoll anderer Studien gegenüber. Es ist also noch nicht eindeutig bewiesen, dass Nitrite wirklich zu einer Leistungssteigerung beitragen können.
Die rote Knolle ist aber dennoch für alle empfehlenswert, die unter erhöhtem Blutdruck leiden. Der systolische Wert konnte durch das Trinken des Rote Beete Safts in mehreren Studien signifikant gesenkt werden.
Mein Fazit: Werft alle Pillen in die Tonne*, bewegt Euch regelmässig eine halbe Stunde pro Tag und trinkt Rote Beete Saft! *Natürlich nur nach Absprache mit dem Arzt!
Übrigens wird das Thema "Sport als anerkannte Therapie" nun auch in Europa diskutiert. In den USA ist es schon weit verbreitet, dass Bewegung genauso verschrieben werden kann, wie Tabletten oder sonstige medizinische Mittel. Ich frage mich gerade, warum das erst jetzt diskutiert wird. Es ist doch schon lange bekannt, dass Bewegung Prävention für viele Erkrankungen ist. Wer hat denn da Angst, 3x täglich Sport auf den Rezepteblock zu schreiben anstatt ein blutdrucksenkendes Mittel?
Warten wir es ab. Ich trinke mir jetzt erstmal ein Glas Rote Beete Saft, obwohl ich in dieser Woche doch ganz ordentlich trainiert habe (ca. 80 Kilometer)
Meine Pläne für ein neues Rennen werden detaillierter. Ich muss mich nur noch entscheiden, ob ich das Manaslu Trail Race oder das Everest Trail Race rennen möchte. Hat jemand Erfahrung?
Hier noch mein Musiktipp: Chvurches "Recover"
http://www.youtube.com/watch?v=JyqemIbjcfg
| Immer ein gut gefülltes Glas im Schrank! |
| Fextal, hallo! |
| Tu mal lieber die Möhrchen auf die Torte! |
| Best Regeneration ever! |
Sonntag, 10. März 2013
Was ist dran am positiven Denken
Wenn man einen Infekt aufkommen spürt, gibt es viele Möglichkeiten, diesen zu behandeln. Die Hausrezepte scheinen endlos und jeder hat seine eigenen Tipps auf Lager. Wahrscheinlich hat jede Familie ihre überlieferten Geheimrezepte. Im Hause Flammersfeld wurde bei Husten immer der "Spezialsirup" angesetzt: Geschätze 25 Zwiebeln mit Kandiszucker vermengen und einen Tag ziehen lassen. Dann den Saft löffelweise dreimal täglich trinken. Igitt. Bei Fieber Wadenwickel und Schwitzkur im Bett. Meine Grossmutter schwörte auf Arnika in allen Variationen und Symptomen. Bei Prellungen, Zerrungen und Gelenkschmerzen und allen anderen Erkrankungen.
Und dann ist da ja noch das positive Denken. Man kann sich ja auch gesund denken, bzw. einen Infekt damit erst gar nicht aufkommen lassen. Eigentlich eine einfache Sache. Ich denke also die ganze Zeit daran nicht krank zu werden?! Falsch. In diesem Satz befinden sich gleich zwei Fehler: "Krank" und "nicht". Wenn dieser Satz ins Positive umgewandelt wird, heisst es: Ich bleibe gesund oder ich bin gesund, denn das Hirn versteht das Wort "nicht" nicht. Denkt jetzt mal nicht an den rosaroten Elefanten. Was passiert? Das Hirn versteht: Denkt jetzt mal an den rosaroten Elefanten! Und deswewegen denkt man in dieser Situation auch an den rosaroten Elefanten. Doch wenn man sich nun die ganze Zeit sagt: Ich bin gesund und ich bleibe gesund- wirkt es wirklich? Ich habe immer wieder das Gegenteil kennen gelernt. Ich habe Leute getroffen, die alle Viren und Bakterien von sich fern halten konnten und dann, zackbumplötzlich, wurden sie doch krank. Muss sich das Hirn vielleicht manchmal vom zu vielen positiven Denken erholen? Und erwischt es einen dann in so einem Augenblick? Dieses Phänomen ist ja allseits bekannt, wenn die Ferien vor der Tür stehen: Mit dem ersten freien Tag bricht das Immunsystem plötzlich zusammen und alles frühere positive Denken war für die Katz! Vielleicht ist positives Denken ja anstrengender als gedacht? Es ist sicherlich sinnvoller als negatives Denken, das ist gar keine Frage. Denn mit negativem Denken zieht man eben auch alles Negative an. Und wenn man sich dann mal vom negativ Denken erholt, fällt es nicht auf: denn man man krank wird, ist es ja nur eine logische Schlussfolgerung, weil die Gedanken sich sowieso ständig mit Negativem befasst haben. Dann doch lieber positiv entspannt bleiben und sich in einer allgemeinen Gelassenheit üben. Ohhhhhhmmmmm....
Wenn das nur mal so einfach wäre. Vielleicht braucht das Immunsystem auch hin und wieder einen Infekt, um das System in Schwung zu halten und um neue Antikörper zu bilden, um für weitere Angriffe gewappnet zu sein. Wenn im Engadin Winterhochsaison ist und das Tal mit Touristen übervölkert wird, kommen sicherlich mit jedem Touristen neue Viren und Bakterien an. Und wenn man dann mit der Gondel auf den Berg fährt, trifft man mitunter auf 100 unterschiedliche "angriffslustige Touristen". Um das Immunsystem nun auf Trab zu halten, sollte man sich eigentlich immer solchen Menschenmengen aussetzen. Dann ist allerdings auch die Gefahr grösser, zu erkranken, aber letztlich auch ein stärkeres System zu bekommen? Eine Frage, die sicherlich mal erforscht werden kann.
Ich bin auf alle Fälle gesund und munter, obwohl mich diese Woche eine Müdigkeit geplagt hat. Mein Trainingszustand ist aber nach wie vor TOP!
Insgesamt komme ich wohl auf 70KM in dieser Woche mit einem Highlight am Samstag: Wetterprognose: Wolken, Nebel, Schnee. Wecker: 5Uhr40. Wetter: Wolken und keine Sicht. Start um 7 Uhr an der Diavolezza: Wetter: Sonnenaufgang mit tollen Farben, kein Nebel, kein Schnee. Dann rauf über die Piste bis zur Gemsfreiheit: Powderpowderpowder! Ganz nach dem Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Achso, meine Planung für die kommende Laufsaison nimmt langsam Formen an.. mehr verrate ich noch nicht...
Mein Musiktipp: In Memory of Rumelner Kirmes 1987 auf dem Loveexpress. Yeah!
http://www.youtube.com/watch?v=4kHl4FoK1Ys
Und dann ist da ja noch das positive Denken. Man kann sich ja auch gesund denken, bzw. einen Infekt damit erst gar nicht aufkommen lassen. Eigentlich eine einfache Sache. Ich denke also die ganze Zeit daran nicht krank zu werden?! Falsch. In diesem Satz befinden sich gleich zwei Fehler: "Krank" und "nicht". Wenn dieser Satz ins Positive umgewandelt wird, heisst es: Ich bleibe gesund oder ich bin gesund, denn das Hirn versteht das Wort "nicht" nicht. Denkt jetzt mal nicht an den rosaroten Elefanten. Was passiert? Das Hirn versteht: Denkt jetzt mal an den rosaroten Elefanten! Und deswewegen denkt man in dieser Situation auch an den rosaroten Elefanten. Doch wenn man sich nun die ganze Zeit sagt: Ich bin gesund und ich bleibe gesund- wirkt es wirklich? Ich habe immer wieder das Gegenteil kennen gelernt. Ich habe Leute getroffen, die alle Viren und Bakterien von sich fern halten konnten und dann, zackbumplötzlich, wurden sie doch krank. Muss sich das Hirn vielleicht manchmal vom zu vielen positiven Denken erholen? Und erwischt es einen dann in so einem Augenblick? Dieses Phänomen ist ja allseits bekannt, wenn die Ferien vor der Tür stehen: Mit dem ersten freien Tag bricht das Immunsystem plötzlich zusammen und alles frühere positive Denken war für die Katz! Vielleicht ist positives Denken ja anstrengender als gedacht? Es ist sicherlich sinnvoller als negatives Denken, das ist gar keine Frage. Denn mit negativem Denken zieht man eben auch alles Negative an. Und wenn man sich dann mal vom negativ Denken erholt, fällt es nicht auf: denn man man krank wird, ist es ja nur eine logische Schlussfolgerung, weil die Gedanken sich sowieso ständig mit Negativem befasst haben. Dann doch lieber positiv entspannt bleiben und sich in einer allgemeinen Gelassenheit üben. Ohhhhhhmmmmm....
Wenn das nur mal so einfach wäre. Vielleicht braucht das Immunsystem auch hin und wieder einen Infekt, um das System in Schwung zu halten und um neue Antikörper zu bilden, um für weitere Angriffe gewappnet zu sein. Wenn im Engadin Winterhochsaison ist und das Tal mit Touristen übervölkert wird, kommen sicherlich mit jedem Touristen neue Viren und Bakterien an. Und wenn man dann mit der Gondel auf den Berg fährt, trifft man mitunter auf 100 unterschiedliche "angriffslustige Touristen". Um das Immunsystem nun auf Trab zu halten, sollte man sich eigentlich immer solchen Menschenmengen aussetzen. Dann ist allerdings auch die Gefahr grösser, zu erkranken, aber letztlich auch ein stärkeres System zu bekommen? Eine Frage, die sicherlich mal erforscht werden kann.
Ich bin auf alle Fälle gesund und munter, obwohl mich diese Woche eine Müdigkeit geplagt hat. Mein Trainingszustand ist aber nach wie vor TOP!
Insgesamt komme ich wohl auf 70KM in dieser Woche mit einem Highlight am Samstag: Wetterprognose: Wolken, Nebel, Schnee. Wecker: 5Uhr40. Wetter: Wolken und keine Sicht. Start um 7 Uhr an der Diavolezza: Wetter: Sonnenaufgang mit tollen Farben, kein Nebel, kein Schnee. Dann rauf über die Piste bis zur Gemsfreiheit: Powderpowderpowder! Ganz nach dem Motto: Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Achso, meine Planung für die kommende Laufsaison nimmt langsam Formen an.. mehr verrate ich noch nicht...
Mein Musiktipp: In Memory of Rumelner Kirmes 1987 auf dem Loveexpress. Yeah!
http://www.youtube.com/watch?v=4kHl4FoK1Ys
Dienstag, 5. März 2013
Vortrag am 28. März 2013 in St. Moritz
Am Donnerstag, 28. März 2013, berichte ich in einem spannenden Vortrag über meine Erlebnisse und Erfahrungen der vier Wüstenrennen in der Atacama, Gobi, Sahara und Antarktis.
Während 90 Minuten zeige ich Euch Bilder und erzähle über Strapazen, Glücksmomente und eine harte Vorbereitungszeit- kommt mit auf diese einmalige Reise!
Ort: Konzertsaal Hotel Laudinella St. Moritz (www.laudinella.ch)
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 18 CHF
Während 90 Minuten zeige ich Euch Bilder und erzähle über Strapazen, Glücksmomente und eine harte Vorbereitungszeit- kommt mit auf diese einmalige Reise!
Ort: Konzertsaal Hotel Laudinella St. Moritz (www.laudinella.ch)
Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 18 CHF
Montag, 4. März 2013
Weniger ist manchmal mehr!
Wer kennt es nicht: Kaum rückt das Datum des Wettkampfes näher, desto häufiger werden die Turnschuhe für eine weitere Trainingsrunde geschnürt. Es wird gerannt, getan und gemacht, um ja etwas zu tun. Ist es nicht manchmal einfach nur das Gewissen, welches man beruhigen möchte, dass man etwas trainiert hat? Ich möchte wetten, dass bei vielen Freizeit,- und Wettkampfathelen viele Trainingseinheiten total überflüssig sind. Beispiel: Was bringt eine 10 Kilometerrunde um den See, wenn das Gelände flach und das Tempo niedrig ist? Was bringt eine Runde im Gelände, wenn die Geschwindigkeit nie variiert wird? Solche Einheiten bringen meiner Meinung nach nur sehr wenig, wenn man besser werden will. Auch wenn man nicht besser werden will, sollte man aufpassen, dass man mit so einem Training nicht schlechter wird!
Die erste Regel bei einem sinnvollen Trainingplan lautet: Variieren!
Strecke/ Tempo/ Wochentag
Der Organismus gewöhnt sich sonst zu schnell an "Rituale" und spult das Programm wie ein Computer ab. Der oben beschriebene Lauf könnte mit Tempovariationen viel anspruchsvoller gestaltet werden: Man kann das Tempo bis zu einem selbst gewählten Punkt (nächste Parkbank/ Mülleimer/ Wegmarkierung, etc.) erhöhen und dann wieder langsam weitertraben. Man kann Steigerungsläufe machen und hin und wieder auch einfach mal "abseits" vom Weg über Stock und Stein laufen. Bei so einem Training sollte weder die Endzeit noch die Herzfrequenz eine Rolle spielen. Nennt so ein Training doch einfach mal "Freestyle" und sprintet nach Lust und Laune. Immer nur die gleiche Runde im gleichen Tempo ist mehr als langweilig. Und ein Sprint zwischendurch feuert den Stoffwechsel so richtig an!
In der anschliessenden Pause erholt der Körper sich und baut für die nächste Belastung auf. Schliesslich will der Stoffwechsel für den nächsten Sprint mehr Energie haben! (siehe auch Superkompensation).
Diese Pause ist übrigens mehr als wichtig! Wenn man wirklich keine Lust hat, die Laufrunde abewechslungsreich zu gestalten, dann sollte man lieber eine Pause machen, anstatt die Runde im müden, langsamen Tempo zu traben.
Denn Pause ist auch mal gut. Die Muskeln, Sehnen und Bänder können sich erholen und auch das Hirn erfreut sich mal einer "chilligen" Phase.
Es ist ja immer noch nicht wissenschaftlich erforscht, wie lange die Pause z.B. nach einem Marathon sein sollte. Es gibt immer nur vage Aussagen zwischen 24-48 Stunden, aber keiner kann es genau sagen. Vielleicht ist es auch einfach zu individuell.
Weniger ist manchmal mehr und wenn "weniger" sinnvoll gestaltet wird, kann man effektiver trainieren.
Ich hatte diese Erkenntnis am vergangenen Sonntag.
Meine letzten Trainingswochen waren ja eher mager gestaltet, da ich einfach keine richtige Zeit mehr für einen schönen Longjog (=mehr als 25 Kilometer) gefunden habe. Somit bin ich in der wenigen freien Zeit oftmals nur eine 12 Kilometerrunde um den See gegangen, habe diese aber immer in einem anderen Tempo gemacht. Zudem bin ich mal an vier aufeinander folgenden Tagen zum Hahnensee rauf,- und runtergelaufen (ca. 8km mit 750Hm). Einmal pro Woche kam ich zum 20 Kilometerlauf, aber mehr war zeitlich nicht drin. Und dann dieser Sonntag: Gegen Mittag bin ich mit Tourenski zur Diavolezza gefahren. Ich war nervös und meine Gedanken kreisten um die Zeit, die ich zuletzt im April 2012 auf der Strecke erreicht hatte: knapp 1000Hm, 5,5KM in 1h35. Ich zog die Ski an, steckte dir Ohrstöpsel vom i-pod rein (Bad Religion und Foals) und lief los. Meine Gedanken musste ich immer wieder bändigen, da diese vorne weglaufen wollten... Ich kenne das Spiel mittlerweile ja sehr gut und konnte prima reagieren.
Die Strecke hat 5 grosse, gemeine, fiese Anstiege und ich wollte es ganz gemütlich angehen lassen. Dann habe ich aber daran gedacht, dass es doch ein Trainingslauf ist und ich doch auch mal Vollgas geben könnte. Gesagt, getan: vor jedem Anstieg habe ich mich innerlich angefeuert und mich 100% motiviert. Es hat funktioniert! Ich habe immer alles gegeben und es war echt easy! Die Gedanken waren positiv und somit stark! Auch auf dem letzten langen Stück schraubte ich mich nach oben und stoppte die Zeit am Restaurant: 1h24min! Vor Freude rastete ich fast aus und die 150 Personen auf der Sonnenterrasse schauten nur ganz vergnügt zu mir rüber!
Wie kann das sein? Weniger ist mehr! Und effektives Training bringt mehr als alles andere!
Ab sofort also jede Trainingseinheit anders gestalten und auch mal bis ans Limit gehen! Es rockt!
In diesem Sinne: Lauft los!
Mein Musiktipp: Bad Religion
http://www.youtube.com/watch?v=gEl1xSPyOwA
Die erste Regel bei einem sinnvollen Trainingplan lautet: Variieren!
Strecke/ Tempo/ Wochentag
Der Organismus gewöhnt sich sonst zu schnell an "Rituale" und spult das Programm wie ein Computer ab. Der oben beschriebene Lauf könnte mit Tempovariationen viel anspruchsvoller gestaltet werden: Man kann das Tempo bis zu einem selbst gewählten Punkt (nächste Parkbank/ Mülleimer/ Wegmarkierung, etc.) erhöhen und dann wieder langsam weitertraben. Man kann Steigerungsläufe machen und hin und wieder auch einfach mal "abseits" vom Weg über Stock und Stein laufen. Bei so einem Training sollte weder die Endzeit noch die Herzfrequenz eine Rolle spielen. Nennt so ein Training doch einfach mal "Freestyle" und sprintet nach Lust und Laune. Immer nur die gleiche Runde im gleichen Tempo ist mehr als langweilig. Und ein Sprint zwischendurch feuert den Stoffwechsel so richtig an!
In der anschliessenden Pause erholt der Körper sich und baut für die nächste Belastung auf. Schliesslich will der Stoffwechsel für den nächsten Sprint mehr Energie haben! (siehe auch Superkompensation).
Diese Pause ist übrigens mehr als wichtig! Wenn man wirklich keine Lust hat, die Laufrunde abewechslungsreich zu gestalten, dann sollte man lieber eine Pause machen, anstatt die Runde im müden, langsamen Tempo zu traben.
Denn Pause ist auch mal gut. Die Muskeln, Sehnen und Bänder können sich erholen und auch das Hirn erfreut sich mal einer "chilligen" Phase.
Es ist ja immer noch nicht wissenschaftlich erforscht, wie lange die Pause z.B. nach einem Marathon sein sollte. Es gibt immer nur vage Aussagen zwischen 24-48 Stunden, aber keiner kann es genau sagen. Vielleicht ist es auch einfach zu individuell.
Weniger ist manchmal mehr und wenn "weniger" sinnvoll gestaltet wird, kann man effektiver trainieren.
Ich hatte diese Erkenntnis am vergangenen Sonntag.
Meine letzten Trainingswochen waren ja eher mager gestaltet, da ich einfach keine richtige Zeit mehr für einen schönen Longjog (=mehr als 25 Kilometer) gefunden habe. Somit bin ich in der wenigen freien Zeit oftmals nur eine 12 Kilometerrunde um den See gegangen, habe diese aber immer in einem anderen Tempo gemacht. Zudem bin ich mal an vier aufeinander folgenden Tagen zum Hahnensee rauf,- und runtergelaufen (ca. 8km mit 750Hm). Einmal pro Woche kam ich zum 20 Kilometerlauf, aber mehr war zeitlich nicht drin. Und dann dieser Sonntag: Gegen Mittag bin ich mit Tourenski zur Diavolezza gefahren. Ich war nervös und meine Gedanken kreisten um die Zeit, die ich zuletzt im April 2012 auf der Strecke erreicht hatte: knapp 1000Hm, 5,5KM in 1h35. Ich zog die Ski an, steckte dir Ohrstöpsel vom i-pod rein (Bad Religion und Foals) und lief los. Meine Gedanken musste ich immer wieder bändigen, da diese vorne weglaufen wollten... Ich kenne das Spiel mittlerweile ja sehr gut und konnte prima reagieren.
Die Strecke hat 5 grosse, gemeine, fiese Anstiege und ich wollte es ganz gemütlich angehen lassen. Dann habe ich aber daran gedacht, dass es doch ein Trainingslauf ist und ich doch auch mal Vollgas geben könnte. Gesagt, getan: vor jedem Anstieg habe ich mich innerlich angefeuert und mich 100% motiviert. Es hat funktioniert! Ich habe immer alles gegeben und es war echt easy! Die Gedanken waren positiv und somit stark! Auch auf dem letzten langen Stück schraubte ich mich nach oben und stoppte die Zeit am Restaurant: 1h24min! Vor Freude rastete ich fast aus und die 150 Personen auf der Sonnenterrasse schauten nur ganz vergnügt zu mir rüber!
Wie kann das sein? Weniger ist mehr! Und effektives Training bringt mehr als alles andere!
Ab sofort also jede Trainingseinheit anders gestalten und auch mal bis ans Limit gehen! Es rockt!
In diesem Sinne: Lauft los!
Mein Musiktipp: Bad Religion
http://www.youtube.com/watch?v=gEl1xSPyOwA
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