Mittwoch, 9. Juli 2014

Bottom Up Mount Damavend

Das nächste Projekt startet:
Vom 10.7.-19.7. reise ich in den Iran, um dort das Bottom Up-Projekt in die zweite Runde zu schicken.
Im letzten Jahr bin ich ja bereits vom tiefsten auf den höchsten Punkt der Schweiz gerannt. Jetzt heißt es, vom tiefsten auf den höchsten Punkt des Irans zu laufen.
Der Mount Damavend misst eine Höhe von 5671 Metern und ist der höchste Vulkan Asiens.
Am Samstag, 12.7. starten Giuseppe, Alessio und ich mit dem Mountainbike am Kaspischen Meer, welches sogar 34 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Wir biken zwei Tage und legen cirka 120 Kilometer zurück. Dann geht es am Montag mit den Bergschuhen weiter auf eine Höhe von 4200 Metern. Dort werden wir ein oder zwei Tage verweilen, um uns ein bisschen an die Höhe zu gewöhnen. Am 4. oder 5. Tag ist dann der Aufstieg geplant ( Dienstag oder Mittwoch). Die Besteigung ist relativ einfach; jedoch ist die Höhe nicht zu unterschätzen. Wir werden bei unserem Projekt vom Iranischen Bergclub begleitet, welcher alles für uns organisiert hat! Somit wird es sicherlich auch ein interessanter kultureller Austausch werden.
Paulinchen, das Maskottchen der Paulchen Esperanza Stiftung, ist auch wieder mit dabei! Ich bin gespannt, wie es ihr gefällt! 

Seid LIVE mit dabei auf http://www.bottomupclimbs.org/bottom-up-iran/
Wir haben ein GPS Trackingsystem dabei, womit ihr uns folgen könnt!
Oder auch auf Facebook: https://www.facebook.com/BottomUpClimbs?fref=ts


Paulinchen ist ready!


Montag, 7. Juli 2014

AN IDEA

Endlich ist mein Kurzfilm fertig und online:


Ich danke an dieser Stelle Xaver Walser von subgraviti, der mit seinen Ideen den Film so speziell gemacht hat. Andrew King für seine Filmarbeit und Support aus Südafrika. Ich danke
- Evelyn und Heinz Julen vom Backstage in Zermatt für Zimmer mit Matterhornblick und Verpflegung 
- Ueli von der Capanna Basodino für Übernachtung und Verpflegung
- Herrn Ris vom Hotel Castello Seeschloss in Ascona für Übernachtung im Turmzimmer und Verpflegung
- UVU Racing für Support
- Plattner & Plattner für Support
- Hotel Castell Zuoz für die Location
- Elektro Pomatti für Elektro
- Figaro St. Moritz für Hair & Make Up

Ganz besonders Petra Hammelmann und Bertold Zink für die starke Unterstützung.

Viel Vergnügen!
 
AN IDEA


Montag, 23. Juni 2014

Sieg beim Zugspitz Ultra Trail: Das Feld von hinten aufgerollt!

Nach 100 Kilometern und 5400 Höhenmetern im Aufstieg durch die wunderschönen bayrischen und österreichischen Alpen sprinte ich als erste Frau mit einer Zeit von 13 Stunden und 53 Minuten über die Ziellinie. Jeglicher Schmerz ist vergessen und ich lege beim Zieleinlauf noch einen 1A-Handball-Sprungwurf hin! Die Euphorie steht mir ins Gesicht geschrieben und wird von meinen Laufkollegen vom UVU Racing - Team mit einer Bierdusche gebührend geehrt! Ich freue mich unglaublich und bin mehr als sprachlos. Denn der Sieg war bis 8 Kilometer vor dem Ziel überhaupt nicht klar. Aber der Reihe nach:

Die Nacht vor dem Wettkampf war schlaflos, unruhig und von Sorgen geprägt. Hatte ich genug trainiert, oder sogar zu viel? Meine Beine fühlten sich irgendwie so leer an und in meinem Kopf herrschte das absolute Chaos. 100 Kilometer, diese vielen Höhenmeter und einfach diese lange Zeit, die ich unterwegs sein würde. Ich beruhigte mich immer wieder mit dem Satz: "Es kommt wie es kommt und das Spiel ist erst fertig, wenn ich im Ziel bin." Nach ein paar Stunden Schlaf ging es dann auch schon los. Gemeinsam mit meinen Laufkollegen aus dem UVU Racing Team fuhren wir zum Startgelände. Da wir alle etwas spät dran waren, nutzen wir die Gelegenheit und kletterten über den Absperrzaun, so dass wir in der ersten Reihe standen. Die Zeit bis zum Startschuß verging im Flug. Die ersten 400 Meter trotteten wir alle hinter einer bayrischen Blaskapelle hinterher und dann ging es urplötzlich los. Der Start war rasant und das Tempo relativ schnell.

Zwei Frauen waren vor mir, was mich überhaupt nicht beunruhigte. Einen 100 Kilometer-Wettkampf gewinnt man nicht unbedingt auf den ersten Metern. Der Anfang war relativ flach, so dass ich einen guten Rhythmus fand. Bei den ersten steileren Anstiegen wechselte ich in den Speed-Hiking-Modus und schraubte mich Meter für Meter den Anstieg hoch. Zusammen mit meinem marokkanischen UVU - Teamkollegen Mohamed Ahansal (extrem guter Wüstenläufer und vielfacher Gewinner des Marathon des Sables. Zudem Veranstalter des Transatlas Marathon !) spulte ich die ersten 10-15 Kilometer zusammen ab. Mohamed hatte leider keinen guten Tag erwischt und lief seinem Rhythmus hinterher. Dafür motivierte er mich allerdings umso mehr und gab mir ein gutes Tempo voraus! Ich hörte immer wieder ein "Jallah Jallah" , was soviel heißt wie: schnell schnell! Für mich ging es dann in einem guten Tempo weiter. Mohamed entschied sich nach 40 Km auszusteigen.
Dem zweiten Anstieg gab ich den Beinamen "Dreigestirn", da es auf einer Höhe von 2000-2200 dreimal rauf und runter ging. Bergauf war es mühsam, bergab war ich in meinem Element. Meine Beine waren sehr stark und die Füße suchten sich mit einer gekonnten Geschmeidigkeit den Weg zwischen vielen kleinen und großen Steinen. Zum Glück hatte ich Stöcke dabei, so dass ich mich bei dem hohen Tempo gut abstützen konnte. Nach ca. 40 Kilometern konnte ich dann eine der beiden Frauen, die vor mir waren, überholen. Das gab mir große Motivation und neue Kraft. An der Verpflegungsstelle 5 hatte ich dann auch die erste Frau eingeholt, was mich dann doch sehr überraschte. Die Italienerin zählte zu den Favoritinnen und war auch extrem stark unterwegs. An den Verpflegungsstellen läuft es normalerweise immer recht hektisch ab. Alle wollen zeitgleich trinken und essen und herrscht ein reges Durcheinander. Helfende Hände aus dem eigenen Team sind da natürlich immer herzlich willkommen. Basti reichte mir Gels und Salzstangen und riss in der Eile meinen Trinkbecher in zwei Teile, wofür ich ihn herb anschnauzte, da ich wertvolle Zeit verlor. Im Nachhinein kann man über solche Szenen nur lachen, aber im Wettkampf ist alles immer irgendwie anders! Mit aufgefüllten Wasserflaschen ging es dann auf das gefürchtete 30 Kilometer lange relativ flache Stück. Zuerst über eine asphaltierte Straße und dann wieder rein in den Wald über eine Forststraße, die niemals enden wollte. Ich lief alleine und überholte nur hin und wieder Läufer aus einer anderen Kategorie. Diese Fortstraße verlangte alles von mir, da bei Kilometer 60 die Beine schon nicht mehr ganz so frisch sind und Schmerzen durch die Nerven jagen. Ich hab mir immer nur diesen Satz vorgesagt: "Schmerz ist eine Schwäche, die den Körper verlässt!" Oder so ähnlich. Auf alle Fälle hat es dazu geführt, dass ich innerlich nicht blockierte und alles im Fluss war. Auf dieser längsten Forststraße der Welt schmerzten meine Oberschenkel deutlich und jeder Rhythmuswechsel vom Gehen ins Laufen grenzte an einen Weltuntergang. Irgendwie habe ich mich durchgebissen und auch diese Krise überstanden. An der nächsten Verpflegungsstelle traf ich dann einen der Läufer, die ich immer mal wieder vor mir gesehen habe. Fortan rannten wir zusammen und als das Schild "20km to go" auftauchte, freute ich mich sehr. Nur noch 20 km, dann würde ich es geschafft haben. Im Kopf war ich entspannt und machte mir über eine mögliche Platzierung kaum Gedanken. Ich lief in meinem Tempo und sagte mir immer wieder, dass das das Maximum ist, was ich in diesem Moment laufen kann.
Zusammen mit meinem "Laufhasen" Carsten ging es dann in einem sehr flotten Tempo auf den letzten Anstieg: 1200 Höhenmeter rauf! Mit einem Energiekick in Form von Koffein (Winforce Booster!) schraubte ich mich durch einen dichten Nadelwald (oder war es Laub?) über Stock, Stein und Wurzeln immer weiter rauf. Die Italienerin konnte ich immer wieder sehen und dachte mir, dass es doch noch möglich sei, sie zu überholen. Aber ich lief weiterhin in meinem Tempo. Nach der Baumgrenze auf knapp 1600 hm kam ich endlich zur nächsten Verpflegungsstelle und füllte die Flaschen nochmals für die letzten 400m im Anstieg auf. Der Weg führte über Skipisten und großen Serpentinen stetig bergauf und erinnerte mich an meine vielen Trainingsläufe rauf auf Muottas Muragl. Ich war weiterhin kraftvoll in den Beinen und im Kopf unterwegs und es rollte. Das einzige, was mich beunruhigte war die Tatsache, dass ich die Italienerin nicht mehr sehen konnte. Es konnte doch nicht sein, dass sie so viel schneller war als ich und nach 92 Km noch so viel mehr Power hatte, dass ich sie überhaupt nicht mehr sehen konnte? Irgendetwas war da faul. Ich überlegte, ob sie vielleicht verletzt aufgeben musste oder ob ihr etwas anderes passiert sei, oder was auch immer. Diese Gedanken hielten mich allerdings nicht davon, das Tempo konstant am Limit zu halten. Und dann ging es auch schon bergab. Schnell noch einen zweiten Koffeinkick und dann mit höchster Konzentration 1200 Höhenmeter runter! Meine Beine waren noch erstaunlich frisch und die Schmerzen, die ich vorher spürte, waren weg. Das Adrenalin und die Vorfreude, dass es bald vorbei sein würde, peitschten mich die Singletrails runter und ich flog auf den letzten Kilometern frei vor mich hin. Der Wald wurde immer dichter und der Untergrund immer rutschiger, als ob jemand Schmierseife ausgeschüttet hätte. Ich rannte allerdings mit einer Sicherheit über jegliches Terrain, als wären mir unterwegs zusätzliche Beine gewachsen! Als ich das Schild "KM 3 to go" passierte, tauchte plötzlich Björn aus meinem UVU Racing Team auf. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht fragte er mich, ob ich wüßte, dass ich die Siegerin sein! Völlig verdattert meinte ich zu ihm, dass das nicht sein kann, da ich die Italienerin nie überholt hatte! In knappen Sätzen sagte er mir dann, dass sie disqualifiziert worden sei, da sie einen Streckenabschnitt nicht gelaufen ist. Und ich bräuchte mich auch nicht zu beeilen, da die zweite Frau über 1.5 Stunden hinter mir sei. Egal, ich nahm die Gämslibeine in die Hände und rannte in einem Affentempo in Richtung Ziel. Als ich die Lautsprecherdurchsagen hörte, konnte ich nicht mehr aufhören zu grinsen. Mein Körper war voll mit Adrenalin und alle Schmerzen waren vergessen. Mit einem Sprungwurf warf ich mich ins Ziel und wurde sogleich von allen UVU Teammates mit einer Bierdusche begrüßt! Was für ein Gefühl. Nach 13 Stunden und 53 Minuten hatte ich es tatsächlich geschafft. Schade für die Italienerin, das ist wirklich bitter. Aber wer weiß: ich hätte sie vielleicht auch noch überholt. Auf 100 Kilometern kann wirklich alles passieren! Mein größter Dank geht an UVU (You versus You) Racing- besonders an Basti für all die guten Zusprüche und den Support! UVU konnte sich an diesem ersten Teamevent super präsentieren. Dan Doherty konnte auf den 3. Rang bei den Männern laufen und auch Tim Wortmann ist als 7. mit einer sehr guten Zeit ins Ziel gelaufen!
Jetzt heißt es erstmal Regeneratio: Im Heilbad St. Moritz gab es ein Kohlensäurebad und anschließend eine tolle Massage von Britta. Danach einen Liter Heilbadwasser und ein paar Gummibärchen, damit die Gelenke wieder geschmeidig werden! 
Rock n Roll!
Bierdusche von Basti

Björn, AMF und Basti

Noch frisch und fit bei KM 15

Immer vorne mit dabei...




UVU Racing Teammates


Lets rock it!



Dan Doherty 3rd place men overall

Dan und Reiner

JP from the Netherlands!

Michael Wardian

Mohamed Ahansal

Rainer
Famous UVU Team
Terry

Fotos @ UVU RACING (Moritz Garhammer) und Sportfotograf. Bilder dürfen nur mit den entsprechenden Credits verwendet werden.



Samstag, 14. Juni 2014

Draußen in der Natur...

Wissenschaftler beschäftigen sich ja mit vielen Themen. Kürzlich bin ich auf einen Artikel rund um die Natur gestoßen. Natur tut uns gut! Natur macht uns entspannt! Natur senkt Blutdruck und Kortisolgehalt (Stressmarker) im Blut. Und die Herzfrequenzvariabilität wird flexibler, womit besser mit Belastung und Stress umgegangen werden kann. Natur hebt die Stimmung und verbessert die Konzentration, Frustrationsschwelle, macht toleranter und sozialer. Es soll sogar völlig ausreichen, wenn man aus dem Haus heraus auf einen grünen Garten schaut. Bilder aus der Natur helfen angeblich auch, um das Stresslevel eines Zahnarztbesuchs zu senken: Der Blick auf ein Aquarium lenkt von jeglichen Bohrgeräuschen und unangenehmen Spritzen ab. Bei sanfter Bewegung in der Natur werden mehr stimmungsaufhellende Botenstoffe produziert und mehr körpereigene Schmerzhemmer ausgeschüttet.
Die Wirkung der Natur tönt ja so vielversprechend positiv und stark, dass ich, die sich ja täglich mindestens 5-7 Stunden in der Natur aufhält, geradezu Superkräfte entwickelt haben müsste. Vielleicht verändert sich ja mein Genpol mit voranschreitendem Aufenthalt in der Natur zu Wonderwoman! Ich müsste demnach so tiefenentspannt und glücklich sein, frei von jeglichen Schmerzen und gefüllt mit purem Wohlbefinden, wie ein hundertjahrealter indischer Yogi. Hin und wieder bin ich auch so dermaßen tiefenentspannt, dass ich es gar nicht wahrnehme, wie ich (wieder einmal) im Wald über Stock und Stein an einer dieser fiesen kleinen Geröllformation hängen bleiben und in voller Längsseite nach vorne auf Hand und Ellbogen stürze. Und auf mein Knie. Genau auf das Knie, auf welches ich nicht mehr fallen wollte. So ist das aber mit dem "Nicht-Wollen": Das Hirn kann ja das Wort "nicht" nicht darstellen und produziert dementsprechend das gegenteilige Bild: "Ich will auf mein Knie fallen". Gesagt, getan. Und was passiert? Vorbei ist die trügerische Ruhe und Tiefenentspanntheit. Auch jegliche körpereigenen Morphine und Endorphine lassen sich nicht blicken. Stattdessen kommt eine LKW-Ladung Schmerz angefahren, der mich mit voller Breitseite erwischt, dass ich hemmungslos anfange zu schluchzen! Der Sturz erwischt die gleiche Stelle, die ich mir beim Race in Nepal zugezogen hatte und die im Januar operiert werden musste. Der Schleimbeutel schwillt sofort auf Wassermelonengröße an und Schmerz bereitet sich im gesamten Körper aus.Von der Natur verwundet humpel ich mit gesenktem Kopf nach Hause, nehme Arnicakügelchen (vielleicht lässt sich die Natur damit ja wieder gnädig stimmen), lege ein Lymphtape an, hole das Eispack aus der Truhe und übe mich in Entspannung, indem ich mit Bilder aus der Natur vorstelle. Das soll ja angeblich helfen...

Obwohl- die Wissenschaftler schreiben ja auch nur von "sanfter" Bewegung in der Natur. Vielleicht habe ich da etwas falsch verstanden.
Mein Musiktipp: OK Kid "Grundlos"
https://www.youtube.com/watch?v=WCAHviO8J1I

Mittwoch, 11. Juni 2014

Training- Tapering- Wettkampf: Zugspitz Ultra Trail

Die Taperingphase beschreibt eine Reduktion des Trainingsumfangs vor einer großen Ausdauerbelastung (oder auch Wettkampf genannt!). Wurde der Organismus und der Stoffwechsel in den vergangenen Wochen und Monaten auf Höchstleistung trainiert, beginnt zwei bis maximal drei Wochen vor dem Wettkampftag die entscheidende Phase: Der Körper darf und soll sich von all den Anstrengungen erholen und ausruhen, damit am Tag des Tages alles aufgefüllt und bereit ist! Das gilt nicht nur für die körperliche Ebene sondern auch für den Kopf. Musste dieser auf tausenden von Kilometern funktionieren und das System am Laufen halten, darf auch das Oberstübli sich nun ausruhen und mal durchatmen. Damit diese "Ruhephase" nicht ganz so extrem wahrgenommen wird, sollte man in dieser Zeit dennoch intensive Trainingseinheiten absolvieren. Bei einem Wochenumfang von sieben Trainingseinheiten, kann man nun auf die Hälfte reduzieren, diese dann aber zu 2/3 mit hohen Intensität ausführen. Bergsprints, Intervalle, kurze und knackige Steigerungsläufe in Kombination mit regenerativen Läufen und alternativen Sportarten wie Schwimmen oder Saunieren oder einfach in der Sonne sitzen, schwitzen und den Kopf entspannen. Das geht noch besser, wenn man dazu ein kühlendes Eis schleckt! Die Energiespeicher müssen auch aufgefüllt werden und da eignen sich hochwertige Lebensmittel aus allen Bereichen. Wie so ein Taperingtag bei mir aussieht, könnt ihr im Folgenden lesen:
Der Tag beginnt mit einem kleinen sanften Yoga-Workout gefolgt von einem Powermüsli:
Haferflocken (mittlere Körnung) in Nuss-Mandelmilch einweichen.
Dazu frische Früchte der Saison (im Moment Erdbeeren, Nektarinen, Feigen, Aprikosen)
Oben drauf einen Klecks Magerquark.
Eine Handvoll Nüsse.
Einen Teelöffel Leinöl: das macht schön, schnell, gesund und munter (mit Omega3-Fettsäuren; das Öl wurde schon in der Antike als Allerheilmittel verwendet!)
Dazu: Cappucho und ein Glas Wasser mit Zitrone.
Mittags dann eine Trainingseinheit z.B. 20x für 1 Minute einen laufbaren Berg hochsprinten und jeden Sprint Vollgas geben.
Mittagessen (z.B. Gemüsepfanne mit Gnocchi und Parmesan)
Yogasession und mentale Ruhepause (man kann meditieren, Entspannungsmusik hören oder sich mentale positive Sätze vorsagen. Oftmals hilft es auch, wenn man dazu an einen anderen Ort geht und das Haus verlässt. Somit kann man sich nicht so leicht von anderen Dingen ablenken lassen und findet wirklich die Ruhe, die man braucht!)
Abend vielleicht noch eine Runde lockeres Schwimmen und einem kurzen Saunagang.
Abendessen (z.B. Thunfischsalat im Wrap) und (ja, das muss sein) ein "wenig" Schokolade! 
Schlafen: 8-9 Stunden! Denn nur im Schlaf findet der Körper die Erholung, die er braucht.
Ach, was wäre das schön, wenn ich das jeden Tag so einhalten könnte!!  Aber wenn die Hälfte davon klappt, bin ich rundum zufrieden!
Meine letzte Trainingswoche war geprägt von vielen Vertikalmetern: ich bin teilweise dreimal auf Muottas Muragl gelaufen, damit ich 2100 Höhenmeter laufe. Der Abwechslung zuliebe bin ich einmal gejoggt, einmal über die 4200 Stufen und einmal im Speed Hiking Stil gelaufen. Nun bin ich froh, dass es bald an der Zugspitze losgeht und ich die Gämslibeine hoffentlich auf Höchstleistung bringen kann!

Achso: wofür ich so viel trainiert habe? Zugspitz Ultra Trail in Garmisch (Deutschland): 100 km nonstop mit 5400 Metern im Aufstieg: http://zugspitz-ultratrail.com/ !!!

Mein Musiktipp: Kasabian https://www.youtube.com/watch?v=ST6nEvIEY4s



Sonntag, 25. Mai 2014

Einfach mal wieder laufen...

... als ob ich das nicht ständig machen würde. Aber einfach mal so bedeutet: keine Uhr, kein Herzfrequenzmesser, keine Zeitvorgabe. Die einzige Richtlinie, die ich mir für die abgelaufene Woche gesetzt hatte, waren 140km. Und die wurden mit 8500 Höhenmetern versüßt... Aber wirklich alles nur auf ganz einfache Art und Weise: Neue Musik auf die Ohren, leichte Kleider (neues Shirt von UVU und leichte Weste= perfekte Kombi) , leichter Rucksack und ab geht es die Trails rauf und runter, was mir einfach immer am meisten Spaß macht. Und da der Schnee im Tal die Via Engiadina freigegeben hat, bin ich diese auf einem Teilstück gleich dreimal gelaufen. Zudem einfach mal die doppelte Strecke Muottas Muragl rauf und runter und dann am nächsten Tag die Treppenstufen der Standseilbahn. Wie lang kann eigentlich so eine Treppe sein?! Ich habe nachgeschaut: 2km mit 750m Höhendifferenz verteilt auf 4200 Stufen. Nach anfänglichen Rhythmusvarianten (2 Stufen-1 Stufe im Wechsel usw.), bin ich dann doch jede Stufe einzeln gerannt, zur großen Freude meiner Waden! Ich hätte nicht gedacht, dass auch ich mir nochmals Muskelkater einfangen kann! Neben den variantenreichen Strecken war es auch ganz einfach mal wieder eine feste Tageszeit, zu der ich trainieren konnte. Der Mensch braucht seinen Rhythmus -gelegentlich!
Am Wochenende ging es dann ganz früh zur Sache zu den (vielleicht) letzten Skitouren in diesem Frühling: Um 2:30 Uhr die Ski aufs Bike geschnallt, Stirnlampe an und dann zuerst ab ins Fextal bis nach ganz hinten und dann auf den Piz Fora. Am Sonntag (gleiche Uhrzeit- der Mensch braucht Rhythmus) wieder die Ski ans Bike, Stirnlampe an und ab bis nach Morteratsch, um den Piz Bernina in Angriff zu nehmen. Ein Ziel, welches schon ganz lange auf meiner Liste stand. Der höchste Berg des Kantons Graubünden misst mit 4058m eine schöne Höhe, die die EPO-Produktion in den Nebennieren anregt und dadurch vermehrt rote Blutkörperchen gebildet werden (kurze Info nebenbei). Die Aussicht war grandios und die Glückgefühle unbeschreiblich!
Ein durchweg gelungene Trainingswoche!

Mein Musiktipp: Ein super Song zum einfach mal laufen..
https://www.youtube.com/watch?v=1y6smkh6c-0



4200 steps, 2km and 700 D+

Morning mood at the Bernina

Last section to climb up on 4058m

Nice glaciers around there...




By fair means---



Sonntag, 18. Mai 2014

Der Berg, das Ungeheuer

Berg und Tal kommen einfach nicht zusammen (wohl aber die Menschen). Zwischen Berg und Tal liegt der Aufstieg und der scheint manchmal  unüberwindbar. Zum Berg heraufschauen, all seine Schönheit aus dem sicheren Tal entdecken, mit dem Feldstecher einen Weg absuchen und sich vorstellen, wie es oben ist: atemberaubend, luftig, leicht und sorgenfrei. Doch um diesen Gefühlszustand zu erleben, muss vorher die Distanz dazwischen bewältigt werden. Der Weg zwischen Tal und Berg als Herausforderung. Denn es geht nicht darum, im Tal zu sein oder auf dem Berg zu stehen. Der Weg dazwischen zeigt auf, wo man ist, wer man ist, und wie viel Power in den Beinen steckt. Ich würde behaupten, dass jeder die Power hat, einen Berg zu besteigen. Aber viel entscheidender ist die Einstellung im Kopf. Überwiegt die Freude, oben auf dem Berg zu stehen, die Aussicht zu geniessen, sich auf die Schulter zu klopfen und stolz zu sein oder übertrifft diese Freude eine Sorge gepaart mit Zweifeln, ob der Weg bis auf den Gipfel zu schaffen ist.

An manchen Tagen ruft der Berg zu mir und ich laufe los ohne viel nachzudenken. Die Steigung nehme ich nicht wahr und mein schneller Atmen ist Zeichen eines gut laufenden Motors, der kraftvoll und effektiv arbeitet. Die Höhenmeter fliegen an mir vorbei, jeder Tritt ist locker, frei und lösgelöst. Auf dem Gipfel erwartet mich ein Gefühl der tiefen Verbundenheit und ein Gefühl der Stimmigkeit. Mit tiefen Atemzügen will ich die Schönheit der Umgebung aufsauen und mein Glücksgefühl somit für immer konservieren. Ich höre die Stille der Natur deutlich und spüre sie mit jeder Faser. Beim Bergablaufen hüpfen die Füsse von einem Stein auf den anderen, als ob es einen unsichtbaren Pfad geben würde. Mein Pfad, der mir positiv entgegenlacht.

Aber der Berg kann mich auch anders rufen. Aus dem Engel wird ein Teufel und der einst so schöne leichte Weg gleicht der Hölle. Meine Gedanken eilen permanent voraus und vom Tal will ich ohne Umweg sofort auf den Gipfel. Ich vergesse diesen Wegabschnitt, dieses besondere Kernstück, ohne das es keinen Gipfel und auch kein Tal geben würde. Der Weg zwischen Tal und Berg ist an diesem Tag aber einfach unglaublich steil und fühlt sich unüberwindbar an. Ich kämpfe mich Schritt für Schritt nach vorne und komme dem Ungeheuer Berg näher. Es frisst mich an diesem Tag auf, ich greife an, streite mich, kämpfe falle erschöpft auf halber Strecke in den Steilhang. Und bleibe dort einfach sitzen. Ich muss nicht zu atmen kommen; ich muss einfach nur meine Gedanken beruhigen, die wie von der Tarantel gestochen im Zickzack umherspringen. Zweifel, Sorge, Angst? Aber wovor? Was kann mich auf dem Weg zwischen Tal und Berg denn ereilen, was kann mir schon passieren? Meine Gedanken, die mir meilenweit voraus waren, kommen langsam zu mir ins Hier und Jetzt zurückgekrochen und setzen sich neben mich ins stachelige Gras. Und es ist plötzlich still. Meine Gedanken und ich sitzen alle da oben auf dem Steilhang und dann passiert es: wir fangen plötzlich an zu lachen.- Ohne weitere Erklärung und Analyse ist die Krise vorbei. Meine Gefühle haben den starken Kopf einfach ausgeschaltet und ich setze mich wieder in Bewegung. Es läuft wieder, langsam, sicher, verhalten, mit neuer Zuversicht. Der Kopf ist verunsichert, da er in dem Moment einfach mal nichts zu melden hat.
Gedanken können beflügeln, aber sie können auch zu einem Höllentrip werden. Innehalten, und das Hier und Jetzt "anrufen". Denn eins ist sicher: der Moment, so schlimm er sich gedanklich auch anfühlt, geht gefühlsmäßig auch wieder vorüber.

Meine Woche in Bergen:
Corviglia, Muottas Muragl, Corviglia und Muottas Muragl zusammen, 400m Bahn (auch ein Berg...) und Ortler in Südtirol.

Mein Musiktipp: Delilahs "Queen"
https://www.youtube.com/watch?v=X9SjMAbQ-9s
Am Gipfel...





On the way to the peak

Auf der Suche nach dem Weg zum Ortler: die Strapazis

On the Top of Ortler 3904m mit Basti

Mouttas Muragl...
Juniausgabe der aktuellen Women`s Health auf Seite 38-39


Sonntag, 4. Mai 2014

Trainingsstart

Die Erholungsphase nach dem Nordpolmarathon hatte ich deutlich unterschätzt. Ich dachte, ich könnte die 42 Wettkampfkilometer einfach so wegstecken und das Training gewohnt fortsetzen. Da ich über eine sehr gute Körpersensorik verfüge, war mir relativ schnell klar, dass der Kopf mehr wollte als der Körper! Mein Körper signalisierte mir eine tiefe Müdigkeit und schickte an die Schaltzentralen im Gehirn Nachrichten wie : "schlaf jetzt sofort ein" / "Geh heute lieber Kuchen essen als trainieren"/ oder "meinst du wirklich, dass du heute 20 Kilometer rennen willst"? Mir kam es vor, als wäre die Wüstenrennsemmel aus ihrem Winterschlaf erwacht. Die konnte nämlich genau solche Fragen stellen. Mein Körper signalisierte also klar und deutlich Pause. Und wie reagierte das Hirn? Es schickete Antworten mit militärischem Unterton wie: "Weitermachen! Trainieren! Stärker werden! Nächster Wettkampf ist in 10 Wochen!" Ich war in der Zwickmühle zwischen Pause und Training. Und das stresste mich so sehr, dass ich selbst nachts keinen Schlaf fand. Was mir in einem solchen Dilemma oftmals hilft sind auf der einen Seite Fakten (Wettkampfprofil/ Vergleichen/ Erfahrung/ Zeiteinteilung) und auf der anderen Seite die Rückbesinnung auf das Wesentliche: Es gibt auch ein Leben neben dem Laufen! Und somit verpackte ich meine Trainingseinheiten in Alternativtraining: Schwimmen, Skitour und Speed-Hiking und Kleggen (die Mischung aus Klettern und Joggen in einer Sportart). Und was änderte sich? Der "Zwang", trainieren zu "müssen" verpuffte wie ein Maiskorn in der Pfanne, wenn es zu Ppocorn wird und das Wesentliche stand wieder im Vordergrund: Die Freude an Bewegung. Der Spass, neue Wege zu erlaufen, die Herausforderung, auch bei widrigen Wetterverhältnissen raus zu gehen und sich bei einem heißen Saunagang wieder zu entspannen.
Somit vergessen wir mal die zwei Wochen nach dem Nordpolmarathon, da diese eher der Selbstfindung dienten. Starten wir also mit der vergangenen Woche.
Mein Training richtet sich im Moment auf Verbesserung der spezifischen Grundlage, so dass ich länger und schneller bergauf laufen kann. Grundlage trainiere ich mit langen und langsamen Läufen oder auf Skitouren. Der zweite Schwerpunkt, und gleichzeitig der Wichtigste, ist das Bergauflaufen. Da können meine Gämslibeine ruhig noch einen Zahn zulegen. Somit ist mehr als 50 % des Training ab sofort im steilen Gelände. Ich bin gespannt und freue mich auf diese Abwechslung. Einzig und allein das Wetter und die vorhandenen Schneemassen könnten mir hier und da einen Strich durch die Rechnung machen. Obwohl: warum nicht bis in den Hochsommer auf Skitour gehen?
Montag Intervall mit 10x 2min bergauf/ Dienstag 22km (300hm) in Val Roseg / MI Skitour Diavolezzapiste im Schneesturm 8km (800hm)/ DO 11km zügiger DL morgens; 17km (1000hm) auf Mouttas Muragl/ FR Bergwiese bis auf Corviglia 12km (800hm)/ SA 19 km (1000hm) Mouttas Muragl/ SO Skitour Piz Palü (15km und 1400hm).
Zudem stand noch ein Termin in Südtirol bei UVU zum zweiten Fitting an. Die Schneiderinnen hatten schon ganz gute Arbeit geleistet, aber Heike von Einstein Consulting hatte doch noch einiges zu ändern. Toll ist aber, dass meine Ideen umgesetzt werden und Teamchef Basti sich immer wieder freut, wenn ich mit dem Thema Taschen ("Ich brauche keine Taschen!"..) anfange und meine Meinung nach 2 Stunden dann wieder ändere. Es ist echt nicht leicht und ich danke dem ganzen Team für die Geduld mit mir und meinen "Ideen" , die teilweise doch etwas wirklichkeitsfremd sind! Aber man darf doch noch träumen, oder?


Mein Musiktipp: Ein schöner Klassiker Jimmy eat world "Sweetness"
https://www.youtube.com/watch?v=ROatPGGMvXg




Der "Rotzärmel" an der UVU Racing Jacket ist einmalig!!

Palü, oh du mein geliebter Piz Palü! Das Triple mit Ski!


Che bella Engiadina!
Basti und Heike bei der Auswahl der Stoffe..

Sonderwünsche der Athletin...der Rotzärmel!

Samstag, 12. April 2014

Sieg beim kältesten Marathon der Welt!

Bei minus 30 Grad (!!!) bin ich in 4:52,45 ins Ziel gesprintet, da es auch mir dann echt kalt wurde! Wir mussten auf einem Parcours 12 Runden rennen - nach der ersten Runde war meine Skibrille und Sonnenbrille total eingefroren, so dass ich fortan ohne Brille gerannt bin. Hatte zur Folge, dass ich an den Wimpern und überall im Gesicht dicke Eiszapfen hängen hatte- konnte teilweise nicht mehr schauen und hatte Angst, dass die Augen einfrieren! Nach der zweiten Runde waren die Füsse und Hände warm. Füsse blieben warm bis zum Schluss. Hände verabschiedeten sich in der 4. Runde! Das ist ja nichts Neues für mich, das passiert mir ja ständig! Da halfen auch die guten Handschuhe nichts. Ich hätte mir Handwärmer besorgen sollen, wie alle anderen Läufer auch..
Ich kam mir einfach vor wie ein Fischstäbchen im Gefrierfach!
Ich hätte einfach mal im Küchenzelt anhalten können, um mich aufzuwärmen- so wie alle anderen Läufer auch. Aber ich konnte einfach nicht stehenbleiben! Ich wäre vermutlich auch über einen Eisbären gestolpert, da ich mental so aufs Laufen und mich konzentriert war. Es lief einfach alles gut! In Runde neun schaffte ich es mit meinen Eisfingern eine Tasche an meiner Jacke zu öffnen, um einen Energiegel zu essen. Es war noch nicht mal richtig gefroren! Aber mit dicken Handschuhen lässt sich so ein Teil nicht richtig öffnen- und schon gar nicht mit Eisfingern- also hatte ich nur einen Bissen, was besser als gar nichts war. Ich war aber auch nicht hungrig oder durstig! Lag wohl daran, dass das Tempo relativ langsam war und ich im Fettverbrennungsmodus laufen konnte. Meinen iPod konnte ich dementsprechend auch nicht bedienen und summte mir stattdessen im Kopf Lieder von NOFX vor...Ich spulte die Runden einfach wie beim Intervalltraining ab oder erinnerte mich an die Runden-Trainingseinheiten am Lej Alv.
Das Laufen auf Eis und Schnee kenne ich ja, das war ja nichts Neues. Trotzdem stolperte ich einige Male (worüber auch immer ) und konnte mich mit einem geschickten Abroller ( keine Flammersfeld'sche Rolle) abfangen- was für Muskelkater in den Schultern am nächsten Tag führte.
In Runde Acht hatte ich fest vor, meine dicken Handschuhe aus dem Küchenzelt zu holen, doch ich lief einfach dran vorbei und war in Runde neun! Ab Runde zehn hatte ich dann einen taktischen Vorteil, da der zu der Zeit Zweitplatzierte Luke sich zu lange im Zelt aufhielt und ich ihn überholte. Wenige Meter schloss er zu mir auf und wir liefen ein paar Meter zusammen ehe ich merkte, dass es keinen Sinn für mich machte, seinem Tempo zu folgen. Ich überholte ihn und dachte, dass er sich an mich dranhängen würde, was aber nicht der Fall war! Und so zog ich die letzten zwei Runden routiniert durch und war sehr froh und dankbar, als ich im Ziel als Zweite Overall ankam!
Nach den obligatorischen Fotos und Interviews steuerte ich schleunigst auf das warme Küchenzelt zu. Endlich! Endlich konnte ich mich aufwärmen!! Und dann realisierte ich ziemlich schnell wie kalt es eigentlich war! Ich rannte in Windeseile in mein Zelt, zog alles aus, um in warme , neue Kleider zu wechseln! Und dann dauerte es gute 3 Stunden, bis ich wieder warm war. Dabei halfen mir Ingwertee, Schokolade und- natürlich- Gummibären!!
Nachdem es mir wieder gut ging, übernahm ich im Küchenzelt das Amt der Samariterin und versorgte eingefrorene Läufer mit allem möglichen. Ich konnte so mitleiden, wenn sie wieder raus auf den Parcours mussten, um weitere 3-5 Runden zu laufen!
Gegen 21 Uhr war es dann soweit: der Helikopter in Richtung Nordpol stand parat! Wir packten uns alle in die dicksten Klamotten und Felle, stiegen in ein russisches Fluggefährt und ratterten 45 Minuten bis zum wirklich nördlichsten Punkt der Erde!
Unser Guide suchte per GPS zu Fuß schließlich DEN Nordpol und markierte diesen momentanen Punkt mit einem großen Stab!
Paulchen, der Eisbär, das Maskottchen meiner Stiftung freute sich sehr, endlich mal in seinem Heimatland zu sein...
Da es am Nordpol gefühlte minus 40 Grad waren (kann man das überhaupt noch fühlen?!), waren grosse Fotosessions nicht drin. Jeder machte ein paar Bilder, stellte Flaggen oder Maskottchen auf und dann kam doch wirklich auch noch Santa Claus vorbei... ( siehe Fotos )
Ein irrer Trip! Ich danke all den Personen, die das möglich gemacht haben, besonders UVU mit Gerhard, Basti und Richard und meinen anderen Sponsoren wie Mountain Equipment, Compressport, Julbo, Suunto, Soglio und allcare. Das war SPITZE!
Zusammengefasst:
1. Frau, 2. Overall und neuer Streckenrekord!

UVU North Pole Women's Marathon

1. Anne-Marie Flammersfeld (GER) 4:52.45
2. Anna Wester (NED) 7:57.50
3. Shona Thomson (GBR) 9:09.22
4. Eleanor Dorran (IRL) 9:21.24
5. Pam Solberg-Tapper (USA) 9:53.55
6. Jacqui Burke (GBR) 10.09.30
7. Judy Scrine (GBR) 10:23.47


2014 UVU North Pole Marathon (men)

1. Mike Wardian 4:07:40 hrs
2. Luke Wigman 5:03.55 hrs
3. Patrick Cande 5:46.19 hrs
4. Bruno Ercoli 5:54.46 hrs
5. Ian Hunt (GBR) 6:42.56
6. Hans-Jorg Hegner (SUI) 6:49.16
7. William Gargiullo (SUI) 6:54.50
8. Sierd Nutma (NED) 7:19.40
9. Pierre Wolkonsky (FRA) 7:25.00
10. Mark Cooper (AUS) 7:32.18
11. Karl Hinett (GBR) 7:40.36



2. v.l : Gunnar! Der Gunnar, den ich damals in Ushuaia beim Ponytrekking getroffen habe! Ganz rechts: Spitzenathlet Michael Wardian- mein UVU-Team mate!




DER Nordpol steht Kopf!

Paulchen auf dem Nordpol!


Hello Santa!!